Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Actenstücke zur Geschichte der Confiscation der hebräischen Schriften in Frankfurt a. M.
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 12)
- Language
- German
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Acten stücke zur Geschichte d. Confi scation d. hebräischen Schriften. 125 והמרוד יונתן לוי ציון. אש1) אין יוכל להשיג מה לעשות כי יוסף קסטיל ורנק ויצחק ממרישס' החזיר׳ לביתם כי אדונינו הקיסר יר״ה יסע לכאן ולכאן שיש לי לחוש שמוכרח אני לרכוב אחריו ועל זה יעלה ממון רב. ואל תקפיד בלשוני כי כבד פח ולשון אני ויושב' בקור ואין לי לאכול ולשתות כי הכל יוקר מאוד ובכל מקום פאצן לא יוכלגי למצא ביצה אחת אפילו בדמים יקרי' ושל' ושם תשימו עיניכם על אשתי ובניי יצ״ו כי ברוב הכמרות רחמים לא אוכל לכת׳ להם וגם אין לי פנא' ותברב' בשל' והק״בה יחוירינו בשל' נכתב פה פאצן ביום ד ג חשון ע" ר לפ״ק ובא הנה ורנקבורט כ״ג חשון♦ III. Fülle des Friedens komme zu Euch von Nord und von West, bis der Heilige, geh s. Er, aus der Not befreit seiner Gemeinde Rest. Liebe Freunde von der Gemeinde Frankfurt, ein jeglicher mit seinem Namen! Wozu'soll ich ohne Not weitschweifig sein? Ich will Euch mittheilen, dass wir, Hiskiah Leyi und ich, Euer Diener, Montag am 1. Cheschwan *210 (— 15. Oktober 1509) in Bozen eingetroffen sind, hier aber wegen Mangels an Geld einen Tag verweilen mussten. Mit grosser Noth und zu hohem Preise erstanden wir ein kleines Pferd und schickten uns an, nach Verona zu reiten, denn daselbst, oder in der Nähe davon sollte unser Kaiserlicher Herr sein; freilich werden wir jetzt nur mit leeren Händen vor ihm erscheinen, und es ist zu befürchten, ja nahezu gewiss, dass ich nicht eher etwas werde ausrichten können, bis ihr einen Mann sendet, der in dreierlei Hinsicht gut vorgesehen ist, — [was ich damit meine] werdet ihr leicht begreifen 2). Liebe Brüder! Obwohl ihr kluge und einsichtige Männer seid und alles bedenket, muss ich doch als Mahner, wenn auch nicht als Warner, kommen [und Euch sagen]: Höret und sehet, dass nach der allgemeinen Ueberzeugung־ es jetzt schlechterdings unmöglich ist, einen Wechsel auszustellen oder einen Kreditbrief in | Ober-Italien] zu erhalten, denn leider hat der Unfriede bisher keineswegs aufgehört, wenn auch unser Kaiserlicher Herr sich und sein Kriegsmaterial von Padua zurückgezogen hat. Jedenfalls nimmt der Unfriede jeden Tag zu, und es ist, wie leicht begreiflich, durchaus verhüllt und unbekannt, wie das Ende sein soll. 0 Lies: אשר. 2) Schreiber spielt auf Raschi zu I. B. Mos. Gap. XXXII, 8. an.