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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 3 · p. Seite 121

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 3
Article
Actenstücke zur Geschichte der Confiscation der hebräischen Schriften in Frankfurt a. M.
Date
1900-01-01
Page
Seite 121 (sequence 8)
Language
German
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Aktenstücke zur (lescliichtc cl. Coufisoation d. hebräischen Schriften. 121; schickten wir E. Gumprecht Weissenan zum Erzbischof ["Uriei v. Gemmingen] von Mainz nach Aschaffenburg, damit dieser den Geistlichen befehle die Hand zu lassen von dieser Sache. Er erlangte das Gewünschte׳ und, Gott Lob, erstand Hülfe und Rettung für die Juden. Es war nun am Montag [1. Oktob.] da kam der Metzger mit den Geistlichen und Ratsfreunden, um die Bücher zu nehmen und zu dieser Zeit war R. Gumprechtnoch nicht zurückgekehrt. Darum hielten wir den Tag mit erneuter und heftiger Widerrede hin, dass wir beim Kaiser appellieren wollten. Die Geistlichen und die Rathsfreunde beschlossen hierauf gemeinsam, die Sache am Dienstag (:2. Oktob.) vor den Rath zu bringen, damit er untersuche und feststelle, ob wir überhaupt berechtigt seien, an den Kaiser zu appellieren, nachdem ein unmittelbarer kaiserlicher Befehl an uns ergangen sei. Der Bescheid des hiesigen Rates hatte folgenden Wortlaut: ״Wir sulten den Mandat Ginigen (= Genige) tun und sulten den apeliren.“ Zugleich beschlossen sie, Nachmittags zu kommen [um die Konfiskation fortzusetzen]. Inzwischen trafen, Gott Lob, die Schriften des Erzbischofs von Mainz an die Geistlichen ein, dass sie ihre Hände von dieser Angelegenheit abt-hun sollten, und dass er beabsichtige, sie für das, was sie bereits gettian, zu strafen. Da nun die Geistlichen sich zurückzogen, war auch der Rath nicht befugt, in dieser Angelegenheit noch etwas zu tliun. Und auf den Mittwoch den 19. Tischri (3. Oktober) schickten wir R. Jonathan zu Pferde an den Kaiser, um die Pläne des Frevlers (Pfefferkorns) zu vereiteln, und Gottliess seinen Weg und seine Absicht■ gelingen. Zugleich schickten wir Kneblen durch ganz Deutschland in alle Landschaften, damit sie zum bestimmten Tage, Mitte Cheschwan (29. Oktober) zu uns kämen, zu berathen und zu bescliliessen, was zu thun sei, wie weiter auseinander gesetzt ist. n1)• אלקי' דעימי' שרי נהורא, יוציאנו מאפילה לאורה, בעידן צוקה וצרה, בי אין היום יום בשורה. הוי ואבוי על פרץ וצווחה הבא בארמנותינו בעו״ה אשר בא המשומד פפעפר קארן והביא בידו פתשגן הכתב מאת אדונינו הקיסר ף Jabi'g. 1875. S. 337.

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