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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 2 · p. Seite 69

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 2
Article
Zur Charakteristik des Levi ben Abraham ben Chajjim
Date
1900-01-01
Page
Seite 69 (sequence 11)
Language
German
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Zur Charakteristik des Levi ben Abraham ben Chajjim. 69 In der teleologischen Beurtheilung des Verhältnisses der Mittelwesen zum Menschen steht unser Autor ganz auf maimunischem Boden; der anthropocentrische Standpunkt ist in der Frage nach dem Zweck der Welt von ihm völlig aufgegeben. Mit Maimonides nimmt er einen doppelten Zweck jedes Wesens an, den immanenten und den transcendenten 1). Der letztere besteht hei Pflanzen und Tieren darin, dass sie den Menschen nützen sollen2), und hei den Menschen wiederum darin, den reinen Formen sich darzubieten 3). Hieraus ergiebt es sich, dass die Mittelwesen nicht um des Menschen willen existieren, sondern umgekehrt. Daher besagen die Worte des Schöpfungsberichts, nach denen die Sonne der Erde leuchten soll, nicht, dass, dies der Zweck sei, für den sie geschaffen wurde, vielmehr ,geben sie nur an, welchen Nutzen die untere Welt von ihr haben solle4). Eine Reihe von Agadoth, die scheinbar den Menschen für den Zweck des Alls erklären, ist dahin zu interpretieren, dass sie in Wahrheit nur die sublunarische Welt im Auge haben. Der Ausspruch, dass der Mensch so viel wert sei, wie die ganze Welt, will ihn nur als Mikrokosmus charakterisieren und widerspricht deshalb der philosophischen Wahrheit nicht5). ר" ל (ibid. 32,8) ואומר יצב גבלות עמים למספר בני ישראל (Deut. 4,19) ד אלהיך אותם (Es ist wohl zu lesen: המזלות שמושלם עליהם האומות (האומות שמושלים עליהם המזלות וכן הוא אומר לא (Deut. 32,9) הם י״ב כמספר השבטים אבל חלק ד' עמו יעקב חבל נחלתן וכן יורו כל המעשים הנזכרים (Jerem. 10,16 u. 51,19.) כאלה חלק יעקב כי יוצר הכל הוא כי כולם בעניגים המקרים בלתי מוקפי הסבות גם שמואל (Sabbat a. a. 0.) בשמואל ור' עקיבה אע״פ שהיה חוזה גדול היה דעתו אין מזל לישראל ומשה בקש מהשם שלא יהא ענינו על פי המזל ולא ינהיגנו על פי מלאך כאשר היתר. דעתם בעשותם העגל כתבנית שור אבל יהיה ערינו ובמה יודע ומן׳ (Exod. 33, 15) כפי ההשגחה וזהו שאמר אם אין פניך הולכים וגל וסבת גלותנו ואריכותו לרחקנו מהאל עד שמשל המזל עלינו גם הגלות סבה (ibid. 33,16.) .להכניע החמר ואם לא כן מה טעם לגלות מצרים!) More IH, 13 f. 2) ibid. *) cf. ibid.; nach Maimonides ist die Groftesverehrung jedoch nicht der Zweck des Menschen, um dessen willen er geschaffen wurde, sondern nur seine ethische Bestimmung. 4) Nach More III, 13. 6) Ygl. Cod. hebr. Mon. a. a. 0. כברי ביארתי כי התכלית הראשון בכל מין Für וכדיפת dürfte וכונת zu) הוא המצאו על [אל] הטוב שיתכן במין והמשך ההויה וכדיפת setzen sein. Der Sinn des Satzes wäre dann, dass der erste Zweck jeder Art die Erhaltung der Art ist, und der Zweck der Erhaltung wiederum, mithin der zweite Zweck, der, dass sie dazu dient, die Art ein ausser ihr liegendes Vernünftiges Ziel erreichen zu lassen. Für die Beurtheilung des Satzes vergh: Anatoli: Malmad p. 52a: התמדת ההויה וההפסד שהיה . .

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