Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Joachanan ben Zakkai in christlicher Beleuchtung
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 551 (sequence 4)
- Language
- German
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S. J4. Di(‘ Tendenz des jüdischen Strafrechts war eine ausserst mild(‘ und ging dahin, di(‘ Todesstrafe unmöglich zu machen. Akiba und Tarjdmn sa.L»t<111, wenn sic im Sanhedrin gesessen hätten, wäre nie ein Mensch zum Tode vermi heilt worden (Mischna Makkoth. 1, Knde). Man war daher beim Zeugenverhürso strt‘11,1»־. dass die Yerurtheilung eines rnschuldigen ■ wir können sagen; eines Schuldigen— ״,anz ausgeschlossen war. Die Untersuchung erstreckte sieh nicht nur aut‘ Ort und Zeit■ der That, sondern auch darauf, ob die Zeugen den Mörder verwarnt haften. Die Regel lautete: .)<• mehr man untersucht, desto besser. Hei einer Gelegenheit stellte J. b. Z. an dir Zeugen v1inrs Mordes die Frage, wie die Feigenstiole d<‘s Haiimes, unt(‘r weleliem der Mord geschah, beschulten waren: סע ש ת וברק בן זכאי בעוקצי .תאנים (Misehna Sanhedrin T J). Unser Verl‘. .ז lehrt über diesen Satz das Folgende: ,,Fs kam einmal vor. da jij verhörte sie b. Zakkai über Feigenstiele.״ mi. sanh. ö, 2 (ritiert | b. sanh. Ob. 40a1). Mb). In welchem (lerichtshof er damals 3 sass, ist nicht überliefert. Der geringfügige <legenstand, auf 3 «hm sieh die Anklage oder der Rechtsstreit bezog (Feigen), :f lasst eher an eine der untern Kiehterstellen denken, als an das j grosse Synedrion. Doch liat rs bei d׳M־hanans Ansehen alle 3 Wahrscheinlichkeit, dass er in den sechziger Jahren auch im grossen Synedrion sass/־ (lewiss sass er im grossen Synedrion 3 und zwar schon vor den sechziger Jahren, nämlich in seinen jüngeren Jahren, da er in unserer Misclma schlechthin ben Zakkai heisst, ohne den Titel Rabbi, wie schon (ho־ babyl. j Talmud Sanh. 41a mit. bemerkt־, denn es ist hie)־ nicht von einem | Kechtsstreit über Feigen, sondern von einem capitalcn Verbrechen die Rede.; S. Jo unten. Statt KoscIl ha-Sch. 1 ־Ja lies 1 Sa; statt ״wenn .j ihr nur nicht vom (lesehleeht Flis seid״, muss es heissen: j| ״vielleicht seid ihr usw.״; ferner nach ״sterhenu 1’iige hinzu!1 ״als Männer“ (— אנשים). Da man zu IS Jahren heiruthete, ) wurden iS jährige schon als ״Männer* betrachtet. So wird das |j Wort אנשים zu erklären sein. h S. J(>, Z. 10. Koheleth r. zu 4,17 (Wilna J7a): בורוד* שיחין ij ״ וסערותUisternen, Drüben und Grabhöhlen״. Die drei Worte 3: findet man im Talmud oft neben einander und alle drei bedeuten I; Wasserbehälter בור runde, שיח längliche und סערה viereckige und überdachte Cisterm‘ (s. b. Haba kamma öob und j Raschi zur Mischmi B. batlira 17a). ״Grabhöhle“ bedeutet I *) Saldi. 40a belimlrt sieh die Misehna selbst-, ist also kein Citat. j