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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 10 · p. Seite 479

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 10
Article
Ist Saul, ein Sohn R. Abraham Broda's, wirklich aus dem Judenthum ausgetreten?
Date
1899-01-01
Page
Seite 479 (sequence 3)
Language
German
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Ist Saul Broda wirklich aus dem .)udeiithinn itus«r«‘1 ivl(‘11. Abraham Oppenheim war von den Kreisen der jüdischen Intelligenz und Gelehrsamkeit offenbar längst so weit entfernt, dass er von der Beförderung des einstihm nur als Sehuloberhaupt in Prag bekannten R. Abraham Brod, der seither längst <lic Rabbinate von Metz ף und Frankfurt am Main צ) mit dem Glanze seines unvergleiehliehen Scharfsinns auf dein Gebiete des Talmuds geziert j hatte, nicht einmal eine Ahnung verräth. Br würde sicher i niclit gezögert haben, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass j es einer der grössten Lehrer in Israel, das rabbiniselio Oberhaupt 1 so grosser Gemeinden wie Metz und Frankfurt, gewesen war, von j dessen Sohne er da den erfolgten oder den .beabsichtigten Austritt aus dem Judenthum zu melden wusste, wenn er nur eine Spur von! dieser glänzenden Laufbahn des Prager Kosrh JeschibaV besessen :1 hätte. Er wusste nicht einmal, dass R. Abraham bereits längst, am 11. April 1717 in Frankfurt verstorben warl * 3 4 * б), als er an seinem Andenken sich schon dadurch verging, dass er es in sein verräterisches Lügengewebe aufnahm. Er rührt sonst an die grossen Namen auch nicht,' es sind die Kleinen im Lande, gegen die er Verdacht sät und Verläumdungen ausstreut. Ausser R. Nathanael in Cleve’'*) nennt er keinen Rabbiner mit Namen, soviel er auch dem ganzen Rabbinerstände anzulügen und vorn!werfen sich vermisst. Die Namen, die er in diese vereinzelte Angabe eihllicht, sind geschichtlich bekannt und für die Unvenverfliclikeit speciell dieses• Zeugnisses nicht ohne Wichtigkeit. Saul war der Name des Vaters R. Abrahams, nach dein sicherlich einer seiner Söhne benannt gewesen sein wird. Dass keiner der durch die Litteratur bekannten Söhne R. Abrahams Saul heisst0), könnte eben darauf deuten, dass gerade der Namensträger seines Vaters für l) Vgl. Revue des etudes juives XIX, 124 1T. und Memoiren der Glückei von Hameln, cd. Kau fmann. p. 3231'. a) Vgl. Horovitz, Frankfurter Rabbinen 11. 71) ff. 3) So wurde R. Abraham in Prag gewöhnlich bezeichnet. Auch sein Enkel, Saul b. Mose Brod, der 1745 von der Vortreibung der Juden aus Prag mit betroffen wurde, sagt im Vorwort zu בעוד שהמין• בכוסיב׳ ראש הישיבה״ : אשי אביהם בק״ק סראל׳ а) Vgl. Zunz, Monatsfcage, p. 19. б) Formular, p. 10. «) Bei B. Friedebrg *השקמה עי תר הל׳נז אברהם בדוד. p. 1! heisst der /.weite Sohn R. Abraham Brod’s Saul. S. jedoch 'דוחות זכרי, p, •22, wo er richtig Salman genannt wird.

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