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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 10 · p. Seite 469

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 10
Article
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
Date
1899-01-01
Page
Seite 469 (sequence 9)
Language
German
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Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apukrvphisehon Litt■. 409 liillt es der Haggada nicht schwer eine Antwort zu geben; natürlich muss es die hebräische gewesen sein: בלישן קודשא ♦ 1ממללין דאיתבריא ביה עלמא הן שרויא Sie redeten die ״heil. Sprache“, mit der die Welt■ erschallen wurde. Wie alt diese Haggada schon ist, zeigen folgende Worte in den (dementin. Kocognit innen*): Kt usijue ad illud tenipus — der Sprachverwirrung — divinitus huniano generi data •Hebraeorum lingua tenuit monarchiam. Ihne andere Frage ist, wie gross die Anzahl der Sprachen nach der von Gott verhängten Sprach- Verwirrung war; auch dies macht der Haggada wenig Kopfzerbrechen. Der Erzählung von der Sprachverwirrung gellt nämlich in der Schrift das genealogische Verzeiclmiss der Noachiden voraus; mithin ist für die Haggada auch diese Frage gelöst; soviel Noachiden, soviel Sprachen. Freilich ist diese Lösung mir im IYineip von der Haggada aeceptirt, denn, um eine runde Zahl, vielleicht aber noch mehr, um die siebzig zu erhalten, musste di(* Haggada Einig!» von den Noachiden vom Thurmbau aussehlisson. Den ältesten Versuch, diese Siebzigzahl mit der Vülkertalei in Einklang zu bringen, bietet folgender Midrasch: ויהיו בני נח יפת ובניו ט״ו הם ובניו ל״ב ושם בניו כ״ו והאלה נפצה כל הארץ. ע״ד היו ולא נחלק 'העולם אלא לע׳ יצב גבולות עמים יעקב ובניו בירידתם לטצו־ים ע׳ היו אה,־ר העתה (3שם וארפכשד ושלח ועבר צדיקים היו ולא נבללו עם האומות ״Und es waren di♦* Söhne Noaehs, nämlich Japliet und seine Nachkommen fünfzehn, Cham und seine Nachkommen zweiunddreissig, Sem und seine Nachkommen siebenundzwanzig und von diesen hatte sieh ausgebreitet die ganze Erde. Aber dies ergiebt ja vierundsiebzig, während die Erde nur unter siebzig vertheilt worden ist, wie es heisst, Deut. XXNII 8: ,,Er stellte fest die Grenzen der Nationen“ nach der Anzahl der Kinder Israel — י) Targum Jon. z. St. nach Tünch. Gen. pag. ‘28b. 2) I. Kap. 30. Rönsch. B. d.Jub., pag. 323 meint, diese Bemerkung der Recognitionen gehe aut das Ruch d. Jub. zurück, was aber gar nicht zu trifft. Das. Kap. 11 heisst es nur, dass Abraham durch die Kugel seine Stannuessprache, die hebräische, erlernte, woraus man noch lange nicht folgern kann, dass «lies Apokryphen das Hebräische für die Ursprache hält. 3) Jalkut Gen. zu Kap. IX, 19. aus dem uns verloren gegangenen alten Midrasch ״die neunnndvierzig Hegeln“. Vergleiche hierzu unsere Bemerkungen zu Deut. XXXII, 8.

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