Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 462 (sequence 2)
- Language
- German
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•l»l- Pi«' Haggada l)«'i <i «vn Kirehenviitcrn u ml in der npnkryphisrhen Litt. Noa.11 «1 io Unreinen von den Reinen unterschieden, wie er sie ermähnt und spricht: Blut sollt ihr nicht, essen. 1׳Chrisens ist es interessant zu konstatieren, dass eben der V01i uns erwähnte Midrasch die Frag«* ventiliert, warum nicht schon «lern Adam die Speisegesetze geboten wurden אב כ; למה לא צוח לארם הראשון? worauf die Antwort erfolgt: אמר הקב״ך,; אדם הראשון מצוד. קלה צויתי אותו ועבר עליה וכל המצות הללו דזאיך יכול .(1קיים אותם“ (L»tt sprac.lt: dem Adam halte ich eine leicht erfüllbar«‘ Vorschrift erteilt, die er aber trotzdem übertrat, wie sollte ich nun ihm alb* diese (iesetze zur Pflicht, auferlegen? Ibidem. Vers IS. Zu den Worten: ״Und Cham ist der Vater Kanaans.“ bemerkt der Midrasch: (* 3וחס הוא אבי כנען אבוי דפחתא das ist der Vater der Gemeinheit. Der Sinn dieses Midrasch ist klar. Nielit die Genealogie .Chams wird uns hier erzählt diese folgt• erst weiter unten —, sondern ein♦* Charakteristik dieses Mannes wird uns gegeben; Cham ist eben der würdig«* Vat«*r seines noblen Sohnes Kanaan. Bei Origines ist diese Haggada ausführlicher erhalten als in den jüdischen Quellen: [■iookouivinv OOV 70 TTVSOUOt 03t£0tt, T7׳jV 01X31077^70( 700 7TGIT|>0> 77p0; TOV tUOV, TpOTTOV Tivi d7T׳xXk07pt0t T74; 7d»V a03)/p(üV SUJsß310(7 T.CjrrfWrfK'lQ 700 XAu. r,v 7T3T74p Xr/V0civ . . . Z'fZfjS 03 0' ' Kjfycüb; 0 70(070( ELTTfOV XOil ~QL[A- ÖOGIV TOlQtU774V, Ibidem Vers 21, 22. Die arcbaistisc.be S«‘.hreibweise ,אהלך statt אהלן veranlasst die Haggada zu der B«*merkung: {*\.אהלה כתיב בתוך אהלה של אשתו es steht אחלה. das ist im Zelte seiner Frau. Die Haggada sucht daher di«* ganze Erzählung vom Vergehen Chams gegen seinen Vater auf das sexuell«* Cebiet hinüber zu spielen, und sie erklärt demgemäss die Worte der Schrift: ״Und er sagte es seinen *) Tune hu m a a. a. < K 3) Gon. K. 3<>. — Dies פחד,א hat eia ganz eigenartiges .Schicksal auf seiner Wanderung von einem Midrasch zum anderen durehgemaeht. Aus ולוח» ist durch falsche Zerlegung des ח in ר und ן ein פרוח Aussalziger entstanden, so Tauch. Gen. ‘2a b. Die kleino Pcsikta wiederum hat aus אב* שר וחוח ein אבי שר שפחות gemacht, indem man ש zu פחות zog und dann der Deutlichkeit halber oiu zweites hinzufügte. •) Gen. U. 3G.