Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die älteste Geschichte der deutschen Juden in Hamburg
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 376 (sequence 7)
- Language
- German
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Die älteste Cioschichie der deutschen Juden in Hamburg. 7 < יי n dass diu reichen 1*011־ u<׳iesen sieh zu der ihnen auferle^fen Zahlung voll JO,000 Mark sein־ bald entschliessen, aber we^en der drobenden Roehtsbesehrünkuu.i'eu noch lanjje Verhandlungen führen. Die 1 ’ 1 'sehen Juden aber richten ihn* Vorstellungen und Putten zunäehst aut’eine llerabminderuno־ de!־ oejbrderten Summe vor! 00,000 Mark, die ihnen <janz uuersehwiu^lieli erscheint. Sie bitten den Senat, ihren Verhältnissen Reelmuno־ zu tragen, da die oanze Last solcher Ausfälle ungefähr 'JO 00 Personen aut' dem Halse lieoe. Die meisten von ihnen hätten nur eben das tätliche Prot, und manche seien so arm, dass sie von den /wenigen Bemittelten noch unterhalten werden müssten. Mit Küeksicht auf diese i 11 re La^e bitten sie um Ilerabmindermitf oder mindestens um Aufschub der geforderten Zahlung, ,,angesehen unser beharrliches Pnvenm'fmm und schlechter Zustand unsern schuldigsten und willigsten tiehorsam hierin weit ühertrilVt Sie sehen um־ eine Möglichkeit, das \w*rla 11 1e Kapital, wenn auch mit grösster Mühe, zu beschallen: wenn der Senat sieh entsehliessen wollte, einen (,ontraet, den er IJahre zuvor ohne Wissen der Pür^erschaft mit ihnen gemacht hatte, nunmehr zu veröffentlichen und die Pür^ersehaft zur < «enchmijjuntf und Verlaiioeruuo־ desselben zu bewegen. Auf diese Weise würden Me als < »eineinde anerkannt werden und Kxocut ionsrecht■ oe^en ihre Mitglieder erlangen, und es sei dann mehr Aussicht, dass einzelne Reiche sich bereit finden würden, ihnen das Kapital für die Kontribution leihweise vorzustrecken. Der Staat, der ihnen eine so absonderlich hohe Summe auferle^e, habe doch selbst das Interesse daran, ihnen nicht alle bequemen Mittel zur Erfüllung dieser Forderung abzuschneiden '). Man sieht, wie sie gerade ihre ei^en*• augenblickliche Not 11laire zu benutzen suchen, um sich wenigstens für die Zukunft eine oesichertere Sfelluiiir in Hamburg zu schaffen. Dei Senat z«־iLft sich auch ihrem Wunsche ee^enüber wohlwollend, vermag aber die Bürgerschaft nicht zu gleichem Entgegenkommen zu bestimmen. Daher erfolgte noch einmal eine sein־ bewerte Vorstellung der Alfen und Vorsteher der hochdeutschen jüdischen Nation an den Rath: ״׳Wenn , man ihnen nicht wenigstens ihre Andachten zu halten gestatte und den bestehenden Aeeord verlängere, dann seien sie die unglückseligsten Juden von dm־ l) ״An einen fallen und iiooh\\<*i.*11*יי Rath iintertliäui^ti S1ו p p] i k um smädiire Rrhönin^ ciuvcrlcibtcr nuvor^rcillieher Eriimonnij'spiniktu. •Pnsre der Alten u. Vorsteher der hiesigen 11 och de u t sc 11011 jüdischen Nation 4. Juni U\KM (Acten des Staatsarchivs). 003^