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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 8 · p. Seite 374

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 8
Article
Die älteste Geschichte der deutschen Juden in Hamburg
Date
1899-01-01
Page
Seite 374 (sequence 5)
Language
German
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Hie älteste Geschieht«“ der deut schm Juden in lhnuburg. :;71 hürgcrschaftlichcn Demokratie das Ansehen des Raths von neuem untergraben, und vielleicht war gerade di*1 Milde und Duldsamkeit,, die der Rath den Juden gegenüber <_rt hatte, (du starker Beweggrund, die Feindseligkeit der Bürgerschaft• gegen den Rath noch mehr 7.11 schüren. Yen kirchlicher Seite wurde damals - - wie sehen oft vorhersehr energisch in judcnfeindliehem Sinne auf die Rürgersehaft• eingewirkt. Xamentlieh war es der streitbare PnMor zu St. Jaeobi, der ebenso s!11׳r durch seine hin-!wissende Beredsamkeit wie durch seine starre tmduldsamkeit bekannte Dr. Jo. Fr. Mayer, der zu wiederholten Malen auf die grossen (Jefahren hinwies, die dem *Jemeinwesen durch die immer grosser werdende Zahl der Juden drohten. Damals waren es die deutschen Juden, deren Ausbreitung am meisten böses Blut maehtr, weil sie ohne offizielle Berechtigung in Hamburi־׳ wohnten. Sie miissen in den siebziger und achtziger Jahren sehr bedeutenden Zuzug erhalten haben. K>U7 siml sie schon so angewachsen, dass die Portugiesen ihre eigene Zaiil als gering im Verblei eh zu der Zahl der Hochdeutsehen bezeichnen. ln einer Hingabe an den Senat, in der die Portugiesen sieh dagegen verwahren, mit den hochdeutschen Juden irgend wie zusammengewürfen zu werden, heisst es unter andern!: ״z«1 geschweige]!, dass wir aus wenigen Familien bestehen, sie hingegen drei grosse (,ommmiaute’s unter sieh au!,gerichtet haben 1)A‘ Hier werden zum ersten Male de!! Behörden gegenüber die M get re 11 n ten deut׳scheu J ud e n!40־ m ei n d e n in llamlnir^ erwähnt. Die älteste war die Altonaer Filialgemeinde. die ־--- wie (dum (S. AT I) hervorgehoben ~~ bereits 1<>41 bestand: 1 (>.'>4 ■wurde im Anschluss an die Portugiesen die eigentliche ״Hamburger (Jemeiude“ begründet (s. oben, S. ATS); als drille und letzte erscheint die Wandsheker Filiale, zu deren Errichtung' die (Jemeinde Wandsbek 1(>S«S -bei Erneuerung ihres holsteinischen Schutzbriefes -- Cuneession erhielt2). Dass diese 3 Gemeinden im Jahre HVJ4 schon ״mehr Sy nagogeir in Hamburg hatten ״als die Lutheraner }־lauptivirchen“, l) Ilcvidirto Articuli, wonach sich die porlugiosischon und hochdeutschen .luden zu richten haben sollen. Höchst nötige. Anmerkungen hierüber von seiten der ]iortugiusische.11 Nation (Acten des Hamburger Staatsarchivs). ‘*י) vgl. Haarblciehcr S. A5. I>ie Gemeinde W. erhält, ״die Beiugniss, auswärts (d. h.in Hamburg) wohnende Juden gegen Schntzgeld in den Schutz der Gemeinde zu nehmen. 1

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