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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 8 · p. Seite 372

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 8
Article
Die älteste Geschichte der deutschen Juden in Hamburg
Date
1899-01-01
Page
Seite 372 (sequence 3)
Language
German
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Die iillc.slc (icschichlr •Irr ümtschcn Juden in Hamburg. :iT'J die sich 1 , den Mord herauszubrinoem wurde bald *•im! sichere Spur o ‘1.! > i«»s י * Krau sali nämlich eines Morgens in aller Kriihe den mul hmaassl iehen Mörder eiligst an ihrem Hause vorbei in der Ui<• 111u 1114־ nach Altona gellen, während ein Kneelit eine, grosse Kiste hinter ihm hertruo. In der Meinung, dass in dieser Kiste die!adeln‘ des Krschlaoenen enthalten sei, verfolgte die Krau den Mörder bis nach Altona und alarmirte dort «dne Anzahl .luden, die heim Präsidenten der Keoiermitf zu Altona die sofortige .Verhaftung des Verdacht ioon beantragten. Die Verhal’tuno erfolgt*! in dem' Alicen blick, als der Wirt mit si'iner Kiste eben ein Schiri‘ nach. 1 lamburo besteigen wollte. Zwar erwies sieh die Annahme, dass ein»‘!adeln‘ in der Kiste sei, als ’ י,י^, und der Mörder war zu keinem < leständniss zu bringen. Aber auf die Bitten der erwähnten jüdischen Krim aus Hamburg hielt der Präsident den Amjesehuldioden noch so lam_־׳o fest, bis sie für seine Schuld sichere Beweise habe, die sie noch am selben Ta^c aus Hamburg beschaffen wollte. Sehmdl entschlossen sucht sie die Ma<pl des Wirtes auf und weiss ihr einzureden, dass ihr Herr, der in Altona oelän^cn sitze, den Mord schon einoestanden hätte. Sie Gewinnt das Vertrauen der Ma^nl in solchem Maasse, dass diese ihr den Ganzen Iler^an^r der Sache erzählt und auch die Stelle bezeichnet, wo der Krmordete im Hause verscharrt sei. Da ahm• der Kestoenommene in Altona bei seinem Leugnen verharrt, so ojebt der dortige Präsident den Juden anheim, sich an die Hamburger Behörden zu wenden und vor allen Dingen im Hause des Beschuldigten bei den ״Alten Schranken" nach dein Leichnam graben zu lassen. Di*‘ Vorsteher der *leutsehen Juden^emeinde erhalten־ die Krlaubnis liieiv.u. w«*r«U*n aber Gewarnt, dass sh\ wenn sie *len Leichnam nicht fänden, vor der Wutli des Pöbels nicht geschützt werden könnten. Zum (ilüek für sie wurde nach kurzem (»rahen der .Leichnam gefunden; *l«‘rs*‘lbe wurd*‘ unter Bo'oleitun‘' ein*‘!־ ri*‘sio*׳n Meiioo nach Altona gebracht und dort booraben 1). Auf tiruud ein*‘s A11«•stes, das *1er Hamburger Kat über die Autfimluno des Leichnams ausstollto, wurde sodann die Verhandlung in Altona von neuem aui’oeiiommen; der Mönh*r wurde impiii'irt und zum < iestündniss gebracht. Währemi der Monier noch in Haft war, wurden Nachforschunoen nach einem andern, B Jahre zuvor plötzlich vormissten Juden, dem (icldwochsliT Abraham Metz aus Altona, *) Don (iral)Htoin dieses Aron h**u Moses habe ich trotz eifriger Nachforschungen auf *i*‘m Kri*!dho1' in Altona nicht ermitteln können. \ 2479 11 4544

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