Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die italienische Litteratur der Juden
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 8)
- Language
- German
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318 Die italienische Litteratur der Juden. 10 JO Pli. <T Aquino, s. unter 10J1). Eine für italienische Zustände charakteristische Persönlichkeit ist zu dieser Zeit eine Frau, Sara; dieselbe ist zwar schon erwähnt hei Wulf (III, p. 110J). in einem Excerpt aus Oinelli. und in De Rnssi’s Histor. Wörterbuch (unter Copia S. אא. wo schon Bergalli’s Uompon. citirt ist, das ich unter anderem Titel in Hehr. Bibliog. XIX, 15 nach Fachini angegeben habe), ist aber erst in neuester Zeit hauptsächlich in vier Schriften gewürdigt wurden. 1) M. S0f/c<\ Sara Cojda Sullam (im Curriere Israel. 1S04. p. 157—OO. ISS—00. und Sunderabdruck. 14 Sp. s. Hehr. Bibliogr. IX. lJ!*)1). J) Emm. Aut. t'icoqua (Xutizie intorno a Sara Cupia eee.. Estr. dal Vol. XII delle Menmrie delT Istitutu Veneto) Yen. 1Sr>T> ful. (*JO pp. 3) Ern. DacöL Sara Copia Sullam. Fne heroine juive etc. (Extr. du recueil Les Areliives Isr.) א. Paris 1S77 (öl p.. Hehr. Bildiug. XVII. 30; ich besitze jetzt diese eingehende Schrift: vgl. auch Mortara. Indice p. 04, und den Artikel Kayserling’s in ״Die jüd. Frauen" S. löO—70, Anmerk. S. 355). 4) Leon Motlona* Sara Copio (so) Sullam, Sonetti editi ed inediti, Bologna 1SS7 (50 S.). Sara, Tochter des Simon Cuppin (gest. 1000), seit 1014 die treue Gattin des Jacob Sullam, selbst mit poetischem Talent begabt, begeisterte sieh für das Epos ״Esther" des Genuesen Arnaldo Ceba, der sich vergeblich bemühte, sie dem väterlichen Glauben abwendig zu machen, während sie dem hinsiechenden christlichen Dichter ihre Verehrung bis zu seinem Ende bewahrte. Ihre italienische Currespondenz mit Ceba nebst einigen Sonetten erwarben ihr einen Namen in der italienischen Literaturgeschieht(?. Ein Geistlicher, Balthasar Bonifaecio, aus- Rovigo, später Bischof von Capodistria. veröffentlichte 10J4 eine Broschüre, worin er ihr den Vorwurf machte, die Unsterblichkeit der Seele geläugnet zu haben. Die gekränkte Gläubige erwiderte in einer höchst selten gewordenen Broschüre, deren Titel David, p. 30, angiebt: ,,Manifeste di Sara Copia Sullam, nel <|uale e da lei riprovata l’opinion negante Fimmortalitä delT anima falsamente attribuitale da Baldassar Bonifaecio.u Venezia 10J1, in 4. — Sara starb, allgemein geachtet, am 5. Adar 1641. Die Grabschrift giebt Berliner S. SO, französisch (v. L. Wogue) David S. 50. l) Berliner, Hebr. Grabschr., S. 81 (und </<7her? L. Modona p. -Ö, nota 2), giebt an, dass. Soave’s Abhandl. 1877, vielfach ergänzt, nochmals erschien, ist das eine Verwechselung mit David, den B. nicht nennt? vgl. H. B XX, 113.