Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 298 (sequence 6)
- Language
- German
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L)(.)S 1 )io Haggnda bei «1011 KirehonviUern und in der apokrvjddsehon Litt. nichts derartiges mehr. Die Hehauptimg Palnners, dass die bei Hiermmnus1) als erste NimdeKains auigeiuhrte That ״()und lmn reete diviserit* auf einen Midrasch zurückgelb, wonach Kain und Hebel die Welt untereinander theilten, verdient nur als Curiosum verzeichnet zu werden. ,Non recte diviserit“ liest EXX Gen. i\, 7 an Stelle des nmsoretjselieii 'Textes. X\'ir wollen zu Ende noch auf die hei Fs. Tertullian D sich ’ י Haggada aufmerksam machen, w!! es von Kain heisst: Elidit gcniinis IVamlans ן»ria guttura palmis. Diese! 1 aggada. von de!־ Erwürgung llehels durch Kain stimmt nicht mit dein Huche der Jubiläen überein. worauf ionisch11 imweist, denn daseihst wird behauptet, dass Kain mit einem Steine Hebel tötete, sondern mit »lern folgenden 'Midrach: כביה דורגו ריצב״ג פ*" ןציצצ -'•*—י- מיצור;יכ.ני. 4 Womit tötete er ihn? 1\. Simon hen Gamliel sagt: NIit einem höhrstab. . . . Die Gelehrten sagen: Mit einem Steine . . . . h\ Assaria sagt: Kain dachte nach, an welcher Stelle sein Vater das Opferthier tütete .... und ebenso erschlug er Abel, am Halse, der vorsehriftsmässigen Stelle für das Schlachten/* Wir haben absichtlich den ganzen Midrasch citiert, um auf den wesentlichen Fntersehied zwischen (hm beiden ersten Antworten und der dritten hinzuweisen. Während nämlich die beiden ersten ganz logisch auf die Fragt‘: Womit hat er ihn getödtet? das Mordinstrmnent angeben, erfahren wir durch die letzte Antwort nur die tötlieh verletzte Stellt*, aber nicht den Gegenstand, womit er ihn tütete. Wir glauben daher wohl nicht fehl zu gelien, wenn wir behaupten, dass diese!’ Midrasch mit Kücksicht auf Vers *J־J unseres Kapitels, wonach erst ein späterer Nachkomme Kains als Erlinder der Mordwalle gilt, auf die Frag♦‘ nach dem Mordinstrument sich gar nicht einlässt, denn derartiges gab es überhaupt noch ]!icht, und sich daher mit der Erklärung begnügt, dass er ihn am Halse tötete und zwar, wie wir aus Fs. Tert ullian ersehen, mit seinen Händen. Der compilatorisehe Charakter des christlichen Adambuehes zeigt sich auch bei der Wiedergabe der Haggadoth von den 1 ד 4) Tostnmcnt lJenjninin 7. ('armen de (ionos. v. 103—1-V>. K der Jnldl. pag. 377. Gen. K. *JJ, 4. 2512