Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die italienische Litteratur der Juden
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 3)
- Language
- German
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26S Die italienische Litteratur der Juden. 2. Fortsetzung־ der Abh. über die itah Litteratur d. Juden. Im Jahre 1590 gab der Setzer Ahron (später Drucker Sohn des Isak? s. Catal. Bodl., p. 2836 n. 7777) ein hebräisch• deutsch-italienisches (,,welsch“) Glossar, beginnend אור Licht lustro, u. d. Tit. דיבר טוב (so) in Krakau in 4° heraus. 6 BL u. 2 (methodolog. Reime des Mordeehai b. Jekutiel, nicht 612״“ BL, wie im Catalog B., p. 529 n. 3448 für 6 -f 2). Wolf HL p. 177 identificirt dieses Büchlein mit einem angeblichen דבר טוב von David b. Abraham Modena 4. Von. 1606. nach Sabb. Bass; er will aber eine Au'sg. 12. Von. bei Di Gara 1596 (48 BL) in der Oppenh. Bibi, gesehen haben; ich habe die Existenz des letzteren Druckes überhaupt in Zweifel gezogen (Catal. B., p. 855); unser Büchelehen ist jedenfalls sehr verschieden von dem אור lustro, welches dem Jehuda Modena beigelegt wird, wovon aber nur jüngere Ausgaben bekannt sind. Hier ist nicht der Ort, darauf näher einzugehen, oder auf eine Bemerkung, welche ich in einem der letzten Bände der Revue des Et. J. (in einem Artikel von Schwab?) gelesen zu haben glaube. Das Krakauer Büchelchen in der Bodleiana ist vielleicht von dem Setzer aus italienischen Quellen gezogen; aus der jüdischdeutschen Vorrede habe ich nichts notirt. Es fragt sich zunächst, welches Interesse konnte ein Krakauer Drucker am Italienischen haben? Ist hier an den damaligen Yerkelir zwischen Juden Italiens und Polens zu denken, der hier nur angedeutet werden kann? Im Jahre 1590 übersetzte Elia b. Menachem Rava1) (aus Padua) 355 Sentenzen des Esop» (איסופו) aus dem Italienischen. Das ms.. Ungenau beschrieben in Muller’s grossem Catalog n. 5139, ist jetzt im Besitz von Prof. Gottheil in New- York, der eine Notiz darüber in Jew. Qu. Rev. II, 534 gegeben hat. (Hebr. Uebersetzung S. 844 A. 1.) Die 50 Fragen oder Räthsel sind aus Charisi (s. unten zum Jahre 1592; Supplem. Catalog p. 503). Diese Schrift war Mortara (Indice, p. 53) unbekannt. Der Vater des Elia,׳ Menachem b. Moses, ist ebenfalls als Schriftsteller bekannt, im Catal. Bodl. p. 1733 unrichtig ״Rabba“ umschrieben-). 1) Abraham 8 1472 רבא. Hebr. Bibliogr. XV, 5; Josef Abr. רבא in GA. des Isak ’ b. Scheschet n. 266 ist wohl ein anderer ‘Name. Die Familie Rava existiert noch, s. z. B. Yittori״ R. 1S77, Hebr. Bibliogr. XIX, 55. b Ex besass ein ms. Mich, im J. 1505 nach Neub n. 1945, ist aber im Index p. 1087 übergangen — בית כועד bei Asulai s. v. ist nicht das Buch von Rava, vielleicht ein, Tlieil des קריר. ספי von David Kochabi (s. Neubauer's Art in Revue des Etudes J. IX, 214), woraus Asulai