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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 6 · p. Seite 256

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 6
Article
Aus der Zeit der Renaissance
Date
1899-01-01
Page
Seite 256 (sequence 7)
Language
German
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256 Aus der Zeit der Renaissance. Salomon gedacht wird, handelt es sich um die göttlichen Attrihüte. Das Wesen Gottes, so führt Nicolaus hier aus, ist so unendlich erhaben, dass es mit keinem Ausdruck der menschliehen Sprache bezeichnet werden kann. Im wahren und eigentliehen Sinne können auf Gott nur negative und (positive Be- Stimmungen) ausschliessende Bezeichnungen angewendet werden. Das ist auch die Ansicht des berühmten Dionysius gewesen, dem Rabbi Salomon und die anderen Weisen gefolgt sind 1). Es bedarf wohl kaum der Bemerkung, dass diese geschichtliche Ableitung der Lehre von den negativen Attributen des Maimonides, den Nicolaus auch hier im Auge hat2), falsch ist. Maimonides folgt in diesem Punkte nicht dem Dionysius Areopagita, dessen Schriften den Arabern und Juden unbekannt geblieben sind, sondern jüdischen und arabischen Vorgängern3 4). An einer vierten Stelle endlich, im ersten Buch der Excitationes, einer Sammlung von Vorträgen und Meditationen über biblische Texte, begegnen wir einem Citat aus dem Führer des Maimonides, wo der Autor und dessen ׳ Buch mit den richtigen, oder doch wenigstens bei den christlichen Theologen des Mittelalters üblichen Namen bezeichnet werden1). Demnach hat Nicolaus 1j De doct-a ignorantia I, cap. ‘20, pag. 21. Docuit 110s sacra ignorantia Deum inelTabileui, et hoc quia major cst per inünitum omnibus, quae nomiuari possunt, et 110c quidem quia verissimum verius per remotionom ct negationem de 00' loquimur, sicut et maximus Dionysius, qui cum nee veritatem, nee intellectum, nec lueem, 11cc quiequam eoruin, quae dici possunt, esse voluit, quem Kabbi Salomon et omnes sapientes sequuntur. 2) Vgl. ]More 1, cap. 58. 3) Vgl. Munk, Guide I, S. 258, Note 1. 4) Exeitationum lib.I, pag.358. Ideo Kabbi Moysos in libro dircctionis pcrplexoruin dicit, quod oinnia nomina divina derivata sunt ab operibus divinis praeter Tsx(>a70*׳j.p,aT0v, quud est appropriatum altissimo crcatori, quod significat divinam csscntiam cum proprietatibus intrinsccis et maximi mysterii est. Vgl. More 1, cap. 67 (Auf), Munk, Guide I, S. 267. Der lateinische Titel des More schwankt bei den verschiedenen Schriftsteilem. Kaymund Martin, ein Zeitgenosse des Albertus magiius und des Thomas von Aquino, citirt den Mose in seinem Pugio fidei adversus Mauros ot Judaeos unter dem Titel: duebor nutantium, directio nutantium, director nutantium, directio pcrplexorum und directio neutrorum. Dor Konvertit Paulus Burgensis citirt ihn in seinem Scrutinium scripturarum unter dem Titel: directio pcrplexorum, Alfonsus de Spina im Fortalitium fidei bald als directio porplexorum, bald als demonstrator errantiinn. (Vgl. Perlcs, Die in einer Münchener Handschrift aufgefundene erste lateinische Ueber- Setzung des Maimonidischen Führers in Frankel-Grätz’s Monatsschrift B. 24, S. 16, Anmerkung 2). Aus der Münchener Handschrift lässt sich der Titel nicht feststcllcn, da in ihr ein solcher fehlt. In der Ausgabe des Justiaianus (Paris 1520), die ein einfacher Abdruck dor alten Uebersotzung

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