Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Aus der Zeit der Renaissance
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 3)
- Language
- German
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252 Au8 der Zeit der Renaissance. Andere, was er von jüdischen Dingen weiss, mag er durch persönlichen Umgang mit Juden erfahren haben. In seinen. Eeden spricht er einmal davon, er habe in den Disputationen, die er zuweilen mit jüdischen Gelehrten gehabt, die Wahrnehmung gemacht, dass es nicht so schwer sei, sie für die Lehre von der Trinität zu gewinnen, während sie die Incar־ nation des Gottessohnes mit Hartnäckigkeit ablehnten und sich weder auf Vernunftnoch auf Schriftbeweise für diese Lehre einlassen wollten1). Die Juden, so sagt er an einem anderen Orte, glauben zwar, ebenso wie die Sarazenen, an einen Messias, der ihnen als der grösste, vollkommenste und mit Unsterblichkeit begabte‘ Mensch gilt, sie leugnen aber, in teuflischer Blindheit befangen, die Göttlichkeit des Messias und werden, weil sie sich nicht zu der Hoffnung bekennen, die dem Menschen dereinst aus dem Genuss Gottes erwachsen werde, derselben auch nicht theilhaftig werden. Noch verwunderlicher will es ihm erscheinen, dass Juden wie Sarazenen an eine allgemeine künftige Auferstehung glauben und doch die Möglichkeit einer solchen bei einem ]Menschen, der zugleich Gott ist, nicht anerkennen wollen2). Audi den Juden,, so führt er חיה משתמש כד ימי חייו ובעת מותו מ ס י־ ו י1 ש ם ושם לאברהם ואברהם ליצחק ויצחק ליעקב וי ע ק ב ל י1 ו י וי1 ו י לקה ת ו ק ה ת ל ע מ רם ו ע מ י־ ם ל מ ש ה ו ט ש ה ל י ה ו ש ע ו י ה ו שע ל זק נים וזק נים דנביאם ונביאים לחבלים וכן בבידוד ודור עד שעמד שלמה המלך ומלה יו ספי־ הרזים והשכיל מאוד בדברי הרזים בינה ומשל בבל הרוחות וגו׳. Don Eindruck einer Entlohnung ans der Knbbnhi macht and! folgende Bemerkung, für die ich aber eine Quelle nicht anzugebon ־woiss (Ibidem pag. 394). Et tune septimo venit quies, quin raptus sive oxtasis sequitur, in qua,' Rachel, id est ratio, moritur, et Benjamin, id est pcrt'ectio conteinplationis, generatur. *) Excitationum lib. I, pag. 359. Verum .lu'daei valentes trinitatom evadere dicunt, per trinitatem, qua-e in eorum libris exprimitur (.אדהים,יהוד. tres proprietates intelligi debere, seilicet divinam sapientiam, bonitatem et potentiam, per quas proprietates dicunt omnia creata. Et hoc Nicolaus de Lira destruit in libello quodam contra Judaeos pluribus ostcudcns auctoritatibus veteris testamenti trinitatem. Ego etiam aliquando disputando deprehendi sapientes Judaeos ad credendam trinitatem inducibiles, et hoc non est eis difficile persuadere. Sed quod filins in divinis sit incarnatus, hoc est, in quo sunt indurati, nec rationes nec prophetas audirc volunt. Wie aus dem Zusammenhang ersichtlich ist, handelt es sich um eine spekulative Construction der Trinität. Eine Dreiheit göttlicher Attribute z. B. mag auch von Juden zugestanden worden sein. •2) De docta ignorantia III, cap. 8, pag. 54. Fatentur pariter Judaei cum isfcis (sc. Saracenis), Messiam maximum, pcrfectissimum et immortalem hominem, quem Deum negant, eadem diabolica oaedtate detenti, qui etiam supremam beatitudinem fruitionis Dei, secus quam 110s Christi servuli, uti futuram non sperant, sic non consequentur. Et id quod mirabilius dico est, quod tarn Judaei quam Saraceni resurrectionen generalem crcdunt futuram et possibilitatein per hominem, qui etiam Deus est, nonadmittunt cet.