Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 5 · p. Seite 226

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 5
Article
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
Date
1899-01-01
Page
Seite 226 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2829132-2829727-2829733-2881930--29285-2881974
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

22()!•'■*-י ■Haggada bei •len Kirchenvätern mul in der apokryphischen Litt. dm Zwillingssch Western Kain und Aböls. Di(* alt(‘ Haggada weiss noch nichts davon, wie das ״Buch der Jubiläen“ zeigt, wonach Adams älteste Tochter, Avan, 1;) Jahre nach Kain ״vhoren sein soll. Erst auf (■י rund der syntactischen Ke 1* דיי von r»v, di(; K. Akiha zur volh*n Drltimg brachte, behauptet der Midrasch Folgendes: pt , ET tn;*אה הבל, הבל *האיבה הא־ניה**. Die christlich(* Fassung dieser Haggada dagegon lautet etwas anders : M . . . crual '*iL* FqäL1.c rul-i-jHJ ic<«61. :-od . . . . cx^al 1׳״L* &l,c '\4z*cv.L. f “CL2-A-' . * *A-**l- Pi m~s\~ j^jc . . . ״Fnd sie — Eva — gebar Kain und seine Schwester Lebuda mit ihm.alsdann gebar sie wiederum Abel und sein(* Schwester Kaliniatli mit ihm . . . I )a sprach Adam zu Eva: Kain soll die Kalimath heiratheii.Kain aber sagte: 1u*in! ich will meine Schwester —: Zwillingsschwestcr —■ heirathen. und Abel soll seine Schwester — Zwillingsschwoster zur!,Vau nehmen. Lebuda nämlich war sehr schön״. Wir glauben sogar, dass die letzter(‘ Fassung unserer Ilaggada di(* ursprünglichere ist, denn sie erklärt uns einen sonst ganz unverständlichen alten Midrasch: על בהריי■' כירייגים על ה*ה הי־א״טוגה הי* נירייגץ^ . . . Worüber stritten sie — Kain und Abel — sich? Fm die erste Eva stritten sie sieh. Man lasst gewöhnlich diesen Midrasch so auf. als bildete Eva den Zankapfel zwischen ihren beiden Söhnen, was aber, abgesehen von dm* eigentluimlichen Bezeichnung Eva’s mit der ersten Eva, ganz unhaltbar ist. Wie sollte denn der Midrasch zu der horrenden Behauptung kommen, dass die Söhne Adams ihm seine Frau, ihn* eigene Mutter, haben rauben wollen? Von Kain könnte man noch schliesslich so ‘) Schatzhöhle. pag. 34. ־) Gen. K. 22. 4. — Die übliche Erklärung von חוה הראשוגה nach Gen. K. 18, 4 ב׳ z';l וחזר וביאה דו ist sicher falsch, da der Schluss dieser Haggada lautet: cyc.n זאה היא שר אוהו. Also ist an dieser Stelle nur vom einem zweifachen Sehöpfungsact der Eva und nicht von einer ״zweiten Eva“ die Rede. Audi■ auf Augustin (Conti*. Advers. Liber II, 5) darf man .sich zur Erklärung unseres Midrasch nicht berufen, dennn wenn er sagt: . . . ״habere . . . dudaeos quosdam traditjones suas . . . primo homini duas creasse mulieres“T so hat. er die im Talmud (Erubin 18b) und Midrasch (Gen. K. 22) ssicii tiudende Haggada in Auge, wonach Adam , bis zur Geburt von Scheth mit Tcnfelinneu Umgang pllegte.כי אותי השגים שהיה אדה״ר . ,הוליד רוחות und daher auch die Schlussworte des Augustin: ״ex quibus texunt genealogias- . . . intinitas“.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.