Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 9)
- Language
- German
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l)ic Haggada bei den Kirchenvätern und in der apokryphischeu Litt. 225 von einer iieiwnliming des Satans Ix*i der Eva erzählt“. Der .,Standpunkt, den die Apok, vertritt, ist (*in ganz anderer als der der Ihiggada, aut* die Bonwetsch hinweist. Während nämlich di(* Apok. in der Heischliehen Vermischung des ersten Menschenpaares de,n Sündcnfall erhliekt, ist t’iir dit.^ Haggada der eheliche Umgang des Menschenpaarcs absolut nichts Sündhaftes, und nur die Boiwohnung des Satans bei Eva bedingt die Sündhaftigkeit des Menschengeschlechtes. Erst die von uns citirte Midraschstelle stimmt mit der Apok. Abrah. in dem Zusammenhang des Sündenfalles mit der geschlechtlichen Vermischung überein, llebrigens muss die von Bonwetsch erwähnte Haggada von der Bciwolmung des Satans b<*i der Eva sehr verbreitet gewesen sein, denn sie findet sich auch bei den Häretikern: 0׳ 1דyr^iv, 0 <V.a £7/j0־»v ~yj% (yjav g’jvt/jOt, ocOtt, 0>ב av־f,c y־jvatzA £Y^V“ VYj'TSV1) .... Dagegen tinde.t sieb die häretische Behauptung £yfvvr^v zi 3c׳jtoo tov zz Ka׳,v~) nur in einem jüngeren Midrasch: בא אי״יל יר־בבל(ייבב .1) גחש יעביד• א". קיין ... שג' יד,אדם ידע. .. בהי ידע שהילה בעיני־ ל ייאלה רבילי שלא ד,יד. בין הלהליגים אלא בין העלידגים . . . vr. ״ .(3יאבליל קגילי איש אלDer Schlangenreiter — der Satan — wohnt(* ihr bei. worauf sie mit Kain schwanger wurde, w. e. ln: und Adam erkannte seine Frau. Was heisst kannte״? er sab sie schwanger und erkannte an der Gestalt — des Neugeborenen —. dass er nicht zu den Irdischen, .sondern zu den Himmlischen gehöre, darauf sprach sie: Ich besitz(‘ einen Mann von Gott. Ibid. Vers 2. Welchen grossen EinHuss der haggadiselie Midrasch *auf die eigentliche Haggada, die Volkssage, ausiibte, dafür bietet uns ein sehr lehrreiches Beispiel die Haggada von ג) Kpipli. haeres. 40, 5. Aehnliche Lehren der Ophiten bei Ireniius haer. I, 30, 7. O Pirke d. R. Klieser 21. ü. Auffallend ist, dass auch Tertullian idu patient. c. ö), diese haeretische Ansicht teilt: Nam statim illa (Kva) semine diaboli concepta malitiae foecunditate iram [l. iraej lilium (ק:א ־• קין> procreavit. Auch die lateinische Vita Adae (1. c. p. 43 unten) scheint die himmlische Abkunft anzunehmen: et peperit filium — Kain — et erat iucidus. Die daselbst vom Herausgeber angeführte Targumstelle hat die .,Pirke‘* zur Quelle. 3) Jetaunoth 6*2a. Gen. R. 22 hat dafür־. ' Hebel und zwei Zwillings» Schwestern. Die zweite Zwillingsschwester im Midr. hat ihr Dasein dem doppelten את. welches bei der Geburt Hebels steht, zu verdanken. י Monatsschrift. 43. Jahrgang. Io