Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 8)
- Language
- German
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224 Ih‘e üaggada bei *len Kirchenvätern unu in der apokryphischen Litt -Es heisst Psalm 25, f>: Gedenk♦*. Ewigvr, Deiner Barmh«־rzi״kt‘it .... die von jeher war . . . . . IL Josua Lar Neeheniia sag־t: Mit Güte verfuhrst Du mit dem ersten Menschen, zu dem Du sagtest: ,.An dem Taire, wo Du davon issest, wirst Du des fodrs stei'Len״. Venn Du ihm nämlich nicht «׳inen Tag* von den ])einigen, welcher 1000 Jahre beträgt. ^,^׳nnt hättest, wie hätte t*r Geschlechter!»«*!,stellen können״. Also setzt unser Midrasch voraus, dass Adam erst ..nach" dem Simdentallc. wo er eigentlich schon hätte sterhen müssen. Kinder erzeugte, was ihm nun die Gnade Gottes ermöglicht«־. Jetzt verstehen wir auch den tollenden dunkeln Midrasch: העין . . איז העין אלא אהב *צ;:**צ^ ייעץ *:;;׳ . . ר.א״ב des Baume: P.M * ־־־ * ' w י ' I >׳ א ..\ nd von ist. sollt Ihr ־ הגי איל .. אלא '־*•גי“;־־ welcher in der Mitte i. <les Menschen. w. e. h. Mensch Et wie der Baum des i. ein Euphemismus für die Mitte der Frucht nicht essen. ..Des Baumes Deutr. 20, 10: ..Denn der Feldes*': ..in der Mitte־*, d. des Körpers ־ die Gesehleehtsthrile - : ..<les Gartens", d. 1. der b rau. w. e 1». Hoheh 4. 12: ..Ein geschlossener Garten ist meine Braut”. Dieser Midrasch fasst also die Vorschrift־) über den Genuss vom ]»anno* der Erkenntniss direct als ein Verbot der geschlechtlichen Vermischung־ auf. eine Ansicht, die in so krasser Form nur noch in der ..Apok. Abrahams“ :1) sieh findet: ..End hinter dem Baum war stehend wie eine Schlange an Gestalt . . . und die beiden — Adam und Eva — besehliefen sich End er — Gott — sprach : . . . dies ist Adam und dies ist i 111* Bekehren auf der Erde, . . . aber der, welcher zwischen ihnen ist, d. i. di(* Gottlosigkeit ihres Unternehmens zum Verderben. Azazel selbst“. BonwetsehB irrt, wenn er zu dieser Stelle der Apok. Abrahams bemerkt: -Den .Sündenfall hat schon di♦* jüdische Sage mit geschlechtlieber Vermischung in Zusammenhang gebracht, ja sie hat י) Pirke. <li R. Elieser 21. Anfang. ־) Woher Moses bar Cepha (1. c. p. 36 I). E) seine folgende Ausführung geschöpft hat, vermögen wir nicht anzugeben, sie scheint aber eher dem Midrasch als einer Apokalypse entlehnt zu sein. Sie lautet: Sunt quidam, •jui existiment, non fuisse arborem id, de quo gu.stavit Adam, sed veuereum amplexurn, quo cum uxore ille corpus miseuit , . . neque aliud sibi voluisse illud praeceptum: ne edatis de 1110 arbore. quam non coeatis. 3) Kap. 23. Vgl. aber auch das slavische Baruchbueh (Ed. Bonwetsch, p. 97): Das Erste — wodurch Adam zu falle kam״— ist der Weinstock, das Zweite die sündige Begierde, welche Satanael ausgoss auf Adam und Eva. 4) Apok. Abrahams, pag, 67,