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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 5 · p. Seite 223

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 5
Article
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
Date
1899-01-01
Page
Seite 223 (sequence 7)
Language
German
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Die Etaggada bei den Kirchenvätern und in der apokryphischen Litt. o*2B thum eigen war, und man könnt!‘ sich zum!beweise dafür aut‘ diu weit verbreitete Haggada vom glücklichen Kindchen des Mensehesenpaares im Paradiese berufen, wonach dieses es war, was die Schlange so neidisch macht(‘, dass sic das Menschenpaar durch Verleitung zur Sünde zu verderben suchte. ,.מריך שראה אי'רן סרעטקיץ בד״א ונראיה לדי)" eine Haggada, di(‘ auch ausser der Midrasehlitteratur sich findet, wie die folgende Stelle in der ״Apokalypse Abrahams־ ״) beweist: ..Und ich sali daselbst — im Paradies(‘ — einen Mann.in Umarmung mit einem Weibe,.׳und di(‘ beiden beseldieten sich“. In Wirklichkeit aber sind die Meinungen in der Haggada über diese Frage doch nicht so einig, als es den Anschein hat. denn abgesehen vom Huche der .Jubiläen3), das ausdrücklich sagt: ״Und sic hatte, keinen Sohn bis zum ersten Jubeljahr, und nach diesem erkannte er sie״, wird selmn von einem alten Midrasch vorausgesezt, dass die eheliche Gemeinschaft־ des ersten Menschenpaures erst nach dem Sündenfalle ausserhalb des Paradieses begann. Zwar ist Heer4’) im Irrthum, wenn er als Parallele zu der erwähnten Stelle aus denn Buche der Jubiläen folgenden Midrasch anführt: (5״ .כירן -יראה ארם שבניו ערירים '"ירד לגר.": סעט עצי•-‘ נזפ״י,־Als Adam sah, dass seine Nachkommen «‘Inst in di(‘ Holle fahren werden, enthielt er sieh der Fortpflanzung״. Dieser Midrasch behauptet natürlich nur, dass Adam nach dem Siindcniall, erwägend, dass der Tod doch ühor das Menschengeschlecht, verhängt sei, keim• Nachkommen ״mehr4*׳) haben wollte, womit aber noch lange nicht gesagt sein soll, dass Adam auch vor dem Sündcniall keinen ehe liehen Umgang pflegte, wo er zu dieser Befürchtung gar keim* Veranlassung hatte. Dagegen ist es der folgende Midrasch, der mit der kirchlichen Auffassung bezüglich des Zeitpunktes von der Ehe Adams übereinstimmt: :ביי־ רהסיך . . . אסר ר, יחש' ב״ר נחסיר שבם נחגר עם אד,"ר שנר אסיר לי . . ביים . . . רסור ואילולי שגרר לי יום א׳ (7.:*שלך . . . אלף שנה היאך נזקק להעמיד רולדת ז) Gen l\. 18 Ende. ף׳ Kap. 28. :J) Kap. III. 4) Buch dm־ Jub., pag. 32. י־) Gen. R. 21. Ende. ü) Zum Beweise dieser unserer Auffassung vom Midrasch wollen wir noch auf die kleine Pesikta verweisen, wo dieser Midrasch lautet: Als Adam.. ״trennte“ — פרש —* er sich von seiner Frau. ד) Gen. R. 22 Anfang.

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