Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2829132-2829727-2829733-2881930--29280-2881969- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apokryphisehen Litt. 221 Verse nicht auf einer von der Massora abweichenden Leseart, beruht, so dass sie etwa;1וי*ט statt וי״טטן lasen, sondern tone haggadische Interpretation ist. Rah, der Antor unserer Haggada, der sicher keinen anderen Text als unsern inassoretischen kannte1), beruft sieh dennoch auf diesen Vers, um zu beweisen, dass Adam im Osten wolmte. ln Wirk- Üehkeit ist aber die* Haggada Lab s und die l Jcbersetzung der LXX nichts anders als eine Anwendung der alten Ihm*־ meneutischen Regel über die Redeutung von ,אי־*|. Das in unserem Verse verkommende 44אהרו deutete di(‘ Haggada in dem Sinne, als hätte («ott nicht allein die Oherubim, sondern 110״cli etwas dazu4‘ im Osten wohnen hissen, und dies ist die Oenosis der Haggada vom Aufenthalt Adams in Osten. Luser Vers hat übrigens auch sonst noch manche gewagte Oonjectur übersieh ergehen Lassen müssen, DerMidraseh nämlich verstellt., mit Riicksieht auf AI;11. 111, 10, wo vom strafenden himmlischen Feuer der Ausdruck להט gebraucht wird, auch an unserer Stelle unter להט die ,,I lnlle11tiammeu und erklärt demgemäss להט mit: יטה יא טההפבה על הא ר ם *טלהטהו טיאיט‘ 'ער רכל"׳, ) ,.weil sie — die HölleiiHamme ־— sieh um den Menschen hin und her wälzt und ihn versengt, von Kopf his zu den Füssen4*. Fs braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, dass auch der Midrasch הטההפבה zu החרב zieht und nicht zu להט, und dennoch findet sich noch die Ansieht vertreten *), dass der Midrasch להט ה ט ההסבה las, indem man zur Stütze dieser Hypothese auf Aphraates sieh beruft, der ebenfalls von (f) Ls ״ לder furchtbaren Lanze und der sich drehenden Flamme“ spricht, was aber natürlich nichts anders ist, als eine poetische Schilderung des himmlischen Schwertes, welches er sieh feuerig denkt, wie auch Ephraem von ל^.^0ך-»ן ״ . . . *)der feurigen Lanze., die sieh furchtbar dreht44, spricht. ') Hieronym ׳־z. St. kennt nur die inassorotische Lesart. ־) Die Regel את לרבות ist zwar erst von R. Akiba cousequent durchgeführt (B. kamma 41 b), ist aber schon viel älter, so dass die LXX sehr wohl sie berücksichtigt haben können. 8) Gen. Rb. 21 Ende. 4) Eichhorn, Einleitung I, 116. 5) p. 448. Durch diese Stelle glaubt Funk (Hg. Elemente . . . Aphraates p. 21) die Behauptung Eichhorns stützen zu können. ף I 182 D. E.