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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 5 · p. Seite 219

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 5
Article
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
Date
1899-01-01
Page
Seite 219 (sequence 3)
Language
German
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Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apokryphisehen Litt. 219 ass. Diese!!* interessante Midrasch lautet: הבהמה TN האכילה יאה החי יה ראה העיפיה, הבל שמעז לה חיץ מעיף אחד ישמר חול הה׳־ד ובחיי1 איבה ימים. רב• ר' יגאי א׳ אלף שגה הוא חי י ובסוף אלף שגה אש יוצאה מקיגי ושייפחו ומשייר בו בביצה *חוזר ומגדל אביים וחי י דדן יי' שמעון א' אלף שגים חי ולבסוף אלף שגים גופי כלה ובגפי* .מחמיסיי ומשחייי בי בביצה וחוזי ומגדל איבר•־-!) ״Sie "־ab davon — vom Raume der Krkenntuiss — (len Hausthieren, \vild<!n Thieren und Vögeln zu kosten. Alle Thiere gehorchten ihr, mit Ausnahme des Vogels ,,Chol״, darum heisst es 1 Job *29, IS. ,A nd wie der ,,(/hol"״} werde ich Tage haben’‘. Die Schuh! K. Jumiais erziihll folgendes von diesem ״Chol“. Kr lebt 1000 Jahre, dann aber entsteht in seinem Nest(', Khmer, das ihn bis auf die Grösse eines Kies einäschert, das übrig Gebliebene wächst daun wieder heran, bekommt Glieder und lobt wie früher. K. •Judan und R. Simon dagegen geben (!im! ander(‘ Beschreibung von diesem Vogel: Kr lebt nämlich 1000 Jahre, dann verfällt allmählich sein Körper, seine Flügel verlieren die Federn, bis dass von ihm nnr die Grösse eines . Kies .übrig bleibt, und im־ dann wieder seine ehemalige Grösse erhält1‘. Wir haben den ganzen Midrasch mitgetheilt, weil er in mein• als einer Hinsicht sehr lehrreich ist. Zunächst bietet er uns einen Zug der Adamlegend(', dem wir sonst nur in der slavisehen Vita begegnen. Bei der Schilderung des I rzustandes vom ersten Mensclienpaarc in diesem Apokryphen findet, sich nämlich auch die Bemerkung11)ז < bnnia (animantia)... ncque quidquam comedere, priusquam ab eo (Ada) iussa essent. Kodein modo etiam Kva“. Wir wissen demnach, wie unsere Haggada dazu kommt, dass all(‘ Thiere durcli Kva s Hand die verbotene Frucht genossen haben; haben sie überhaupt nicht anderes gegessen als das, was ihnen vom ersten Menschenpaare gereicht wurde, so war es Kva (*in Leichtes, ihnen von der verbotenen Frucht etwas zu geben. Dies nur nebenbei. Von grosser dogmatischer Wichtigkeit al>er ist die vom Midrasch aufgeführte Meinungsverschiedenheit über den Regenerationsprozess des Phoenix. Bekanntlich war schon den heidnischen Philosophen der Photmix4) ein Bild ף Gen. Rb. 19, 8. *) Dass חור״“ Sand heisst, war natürlich unseren Haggadisten nicht unbekannt, sie nahmen es jedoch als Eigennamen eines Vogels, weil in der ersten Hälfte dieses Verses das Bild eines Vogels gebraucht wird. 1 (*־. c. cp. I. 4) Vgl. Harnack und Gebhardt zu I Clem. 20.

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