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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 4 · p. Seite 186

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 4
Article
Die italienische Litteratur der Juden
Date
1899-01-01
Page
Seite 186 (sequence 2)
Language
German
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186 Die italienische Litteratur der Juden. Artikel: Abr. Colorni, im VcssiHo 1892, 11. 2 ist mir nur aus dem Verzeichniss in Revue des Ftudes Juives XXV, 139 bekannt; enthält er Neues zu JareV Von der Familie (Jolorni ist mir noch bekannt: Isak in Mantua, welcher die Ausgabe 1515 der spät. Propheten besass (Doublette Pinne!•, vorläufig in der hiesigen K. Bibliothek, s. die hebr. Uebersetzungen, S. 938). Maleaehi (Jolorni copirte eine ältere und sammelte selbst eine andere, auch für Zeitgeschichte interessante Bricfsammiung מגלת ספר, ms. Michael 556 bei Benjaeob unter סופר מהיר, n. 312: Neub. 1379 giebt das Datum 541 1741״" (wohl 1781) an. Von den Bebensverhältnissen Abrahams ist nicht einmal der Name des Vaters bekannt. Charakteristisch für Italien ist es, dass er seine Ehre im Duell vertheidigte (Jare, ]>.7). Er diente mehreren Fürsten* im J. 1578 dem Alfonso d’Este von Ferrara, der ihn 1588 nach Prag schickte, wo er 1593 die Scotogratia (s. unten) herausgab. Bald darauf befand er sich in Mantua mit seinem Sohne Simon, um seine Angvlegenheiten zu ordnen, begab sieh aber wieder nach Ferrara zu Alfonso (gest. 1597), der ihn zu Friedrich, Herzog von Würtemberg, schickt(’(Jare p. 11), welcher im J. 1597 von Gongaza verlangte, dass er ihm Abraham Portaleone sende (ib. p. 12). Ich gehe hier zuerst eine vollständig(‘, treu(’ deutsch«‘ Ucbersetzungl) einer Note TirabosehFs (VII, lib. 111 cap. 3 $ 67, Bd. IV p. 207 der Biblioteea enciclop. Itnliana, Milano 1833), welche Frl. Adeline Goldberg auf meinen Wunsch besorgte, dann meine eigene IJebcrsetzung einigen* Stellen in Garzoni, welche Colorni’s Talent kennzeichnen. Tirabosehi bemerkt: Da ich hier schon von zwei italienischen Juden gegesprochen habe, di(* an unserer Poesie eifrigen Antheil genommen haben, so sehe ich mich veranlasst, einen kurzen Bericht über einige andere Männer dieser Nation anzufügen, welche, in Italien geboren, dort lebten und in den ernsten, wie in den schönen Wissenschaften sich Bulim erwarben, nicht nur unter ihren Glaubensgenossen, sondern auch bei den Christen, unter denen sie lebten. — Wir nennen also ausser dein bereits erwähnten David de Pom'is, Abraaio |de| Balrnes, geboren zu Lecce im Königreich Neapel, Ver- < * ‘) Dass der alte italienische, etwas gezierte Styl keine durchaus wärtliehe Febersetzung gestatte, ist hier einfach zu bemerken.

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