Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die italienische Litteratur der Juden
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 185 (sequence 1)
- Language
- German
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Die italienische T.itteratur der •luden. 185 Bie italiemisßlie Litteratur der Jaden. Von Moritz Steinschneider. ׳Kort8et.7.un1; v. S. SK))1)• Fern von jüdischen Kreisen, aber geachtet und begehrt an IIölen, scheint auch Ahraham Colorni (oder (ölorno, in italienischen Familiennamen nach Belieben abwechselnd) gelebt zu haben; Ghirondi (S. B2, n. 77) sehliesst sein Artikelchen von 4 Zeilen, wahrscheinlich aus De Rossi’s Wörterbuch (deutsch S. 85) excerpirt, mit. den Worten: .«Die Gelehrten der Volker rühmen ihn sehr.״ ln der That war bis vor Kurzem die ausschliessliche* Quelle der Zeitgenösse Tonnnaso Garzoni (gest. 1589), dessen Brief an (öl. mit einem Sonett in seiner l^asza universale di tutte le profvssioni ecc. (Ven. 1587 appresso G. B. Somasco, dann 1601 appr. Roberto Meutti, dann 1605, 1617, 1626 und 1665) gedrucktist. Merkwürdiger Weise hat 'Wolf (IV p. 769, n. 144b) Garzoni nicht benutzt. Zn Gins. Jare, Abramo Calor )ti, hifjegnn'r Mantovano erc; eon [7] docamenti hiediti [aus dem Archivio storieo in Mantua] Mantova 1874 — bei Gelegenheit der Hochzeit der Jungfrau Angelica Colorni—vgl. ]Ic.br• Bibliogr. XVIII, 1252)u. XIX, 51; Mortara, Indice, p. 16, kennt nur Fürst und Benjacob (über Clavicnla Saloin.). Ravenna’.« ן) Mein sehr geehrter Freund 1). Kaufmann theilt nur (15. Januar) in Bezug auf meine Bemerkungen, (oben S. .44 ff.) mit: Das Citat aus Arama steht in ed. Pollak JJ f. 1!)7 |im Citat ans ס׳ המדזית, f. 148י־ ed. Lcmb.]: die anonymen Stücke, incl. der mathemat., keines von Jcdidja gezeichnet, sind von Moses Leone (um 1625—41? s. Magazin XVII, 2291, dessen Namen ich in der Beschreibung von Ms. Schönblum wohl übersehen haben muss, Kaufmann׳« Notiz über Menachem Asarja Fano und seine Familie, in Revue des Etudes Juives XXXV, 84, habe ich erst kürzlich zu Gesicht bekommen; sie ändert an meiner Argumentation nichts, da ich ja nicht einer Familie Fano überhaupt die Existenz absprechen wollte. Kaufmann erklärt übrigens jetzt die Identification für ,,höchst wahrscheinlich“, wogegen ich mein ״ohne Zweifel“ preisgebe. wenn ich auch Kaufmann’« einzelne Bedenken dagegen nicht theile, z. B. wegen des Ausdrucks ״Kbreo di Fano.“ der damals üblich war und vielleicht dafür spricht, dass der Name noch nicht als Familienname galt. — Kaüfmann’s Leone de Sommo Portaleone (1527—1592־), dramatist and founder of a synagoguo at Mantua (Jew. Qu. Rev. X. 445, deutsch ohne die hebräischen Beilagen in A. Z. d. J. 1898 N. 24, 25), worin mein Art. Frauenlit. im Letterbode XII unbeachtet blieb (vergl. oben 1898, S. 467), ist mir erst jetzt zugänglich. ~) Kaufmann, Jew. Qu. Rev, X, 455 und A Z. d. J. 1898 N. 25 8. 298 giebt Ferrara 1891 an; ist das eine 2. Ausgabe?