Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 13)
- Language
- German
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80 ו Die ReligionsphilosopMe Abraham Ihn Esra\s.’ sichtslos die Geheimnisse der Xebeuniensclmn ausplaudeni,. irn Gegensätze von schiichlernen und zurückhaltenden Menschen. 2. Zur Gütcrlehro sind seine Aeusserungeu über die vermeintlichen Gütern besonders aber über den Roichthuni zu zählen, wie zu 1. Mos. 25, 04 עירי לב יחשבו ב' ד,עישר ביעלה• אליהו;,angl). ( ■omni, zu לא ייבקשיי עושר בעילם 2 אם. Mos. 22, 24: - •רייייר^ר יזץ*י די• v<"" ־* י f יmM1 יי* י (2. Kön. 5, 10) 2) ואלישע שלא רצה לקבל נזנחה נענק. Kön. i, s, (1. .Sam. 12, 3) גם שנזיאל הרניהי; des. nun•. VII. S. 201).. ed. Stern: בי לא נברא לקנוה הץ לא לבגיה בנינים יעזבם לזרים יך,יא ידיר החה הארץ ובו׳; zu Ps. 73, 17 בי לא ה*בא האדם בעילם הזה לההעגג בי אי להייהו יילד או עשיר רק שהר,א אהריהי טיבה. 3. Zur Pfliehteniehro zählen wir das zu den einzelnen j landlungen gehörige Gebot, insofern als es die Sittlichkeit im Auge hat. a) Geber die Sittlichkeit des Gefühls handelt der gangb. Comm. zu 2 ״"א החכוור. .Mos. 20, 14 und der Comm. zu 5. Mos. 5, 18. An letzterer Stelle wird die Behauptung nbge wiesen [die StraiVcebt und "Moral verwechselt], Gedanken seien nicht sündhaft und nicht strafbar; IE zeigt, dass gerade die Gesinnung das Entscheidende für den moralischen Werth der Handlungen sei und dass die heil. Schrift die Menschen nach der Gesinnung beurtheile. In dm* erstgen. Stell(‘ führ! er die Verwunderung mancher Leute darüber an, dass das letzte der 10 Bundesworte das Begehren untersag(‘. Man könne doch das Unmögliche nicht verlangen, dass ein Mensch eine schöne Sache, die ihm besonders reizvoll erschein(1, nicht im Stillen begehre. IE zeigt an einem Gleichnisse, dass der Mensch das Hiudcmiss äusserer Umstände, wenn er nicht wahnsinnig sei, als hinreichenden Grund stets gelten lasse, um gewisse Personen und Dinge nicht zu begehren. Es sei der Moral also das liecht zuzusprechen, dass sin sittliche Grund(‘ für eben so wichtig geltend mach(‘, wie• jene äusseren Umstand('. b) Kommt es auch in der Ethik wie in der Religion besonders auf die Verfassung und Stimmung des menschliehen Innern an, so ist doch auch das Acussere keineswegs für gleichgültig zu halten, da bei dem unläugbaren Zusammenhange beider eine wechselseitige Einwirkung unter ihnen stattfindet. Dass das Aeussere denn Innern in der Regel als Erseheinung entspricht, braucht nicht gesagt zu werden.