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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 4 · p. Seite 178

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 4
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1899-01-01
Page
Seite 178 (sequence 11)
Language
German
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17S Die K‘eligionsjihilosoj)hie Abraham Jbn Es ras. hindung mit Gott sich setzt, so dem Bösen trotzt und dem Hebel durch Gottes Fürsorge entzogen wird (ob.), so stellt jedem Denkenden die Möglichkeit zu, das Gute zu wählen und «lern durch die Gestirne ihm bestimmten Bösen sich dureli eigene sittliche Kraft zu entziehen, da alle Be- Stimmung der Gestirne (.הגזר*״־) doch noch immer sich ändert nach der Beschaffenheit des Menschen, dem sie zugedacht war (.כפי ריכקבל). Vgl. Jrg. 42, S. 10S. Noch bestimmter und hefriedigender heisstos in der oben (»S. 173f.) mitgetheilten Hink zu K011.: ‘״צי״צ ד, רע :״חסיון הכיקבי\ d. h. der gütige Gott schalle eig. nur Gutes; wenn aber Etwas als Erbel empfunden werde, so liege es an der Natur, Neigung, Anlage, Stellung u. Lage der Empfänger, wie solche eben durch die Natur (Gonstellation) oder menschliche Hinrichtungen verschiedenartig gestaltet sind. Wie dieselbe Sonne die Leinwand bleicht und die Haut des Bleichers schwärzt, so wirkt Gottes Fügung für den Einen günstig und ־ glückbringend, für den Anderen leidvoll und schmerzlich. Dass aber das Böse unter den menschlichen Handlungen im Yerhältuiss zum Guten eine Minderheit bildet, lehrt IE gleichfalls in der oben (S. 178) angeführten Stelle (ebenso wie später Maimoiiides im Mor. 1IL 12 im Gegensatz zu dem pcssimistisch gesinnten ,,Haufen” — ר,ר.:י*ל - und zum Arzte A 1 ras i in dessen ..Theologie44, im Gegensätze auch sogar zuSaadia, der Hmun. IX. 1, S. S3 h, Z. 5, ed. Berlin. nach dem Arabiselnui bei Landauer, dem Bösen entweder tun Gleiches oder sogar ein grösseres Mass als dem -Guten zusprioht I. Zu אך ס*ב רי״טיאל אלדייס Bs. 73, 1 btmierkt IE: Alle Leute, die Gottes Walten nicht in Wahrheit erkennen, sind unzufrieden: darum sag(‘ der Psalmist: nur Israel, das Gott erkennt, erseheint Gott gütig. Man sieht, IE macht(' hier den Versuch, der Nothwendigkeit des in den ( ׳onstellationen Ausgeprägten Naturgesetzes gegenüber, die sittliche Weltordnung (Jahrg. 42, S. 73) und die menschliche Willensfreiheit, gleichzeitig in ihrer Möglichkeit nachzuweisen. Es wird hiermit■ ein Beitrag zur Thoodieoe und zur allgemeinen Ethik zugleich geliefert 5. Es ist bereits oben (S. 8B, z) bemerkt worden, dass "nach IE das Herz, d. h. die Gesinnung, die begleitend(' Gemüthsstimmung und Zugehörigkeit den eigentlichen Werth, das entscheidende Wesen bei jeder Rede oder Handlung bildet. Die Gesinnung ist das eigentliche Ethische im Bereiche aller freien Aeusserungen menschlichen Wirkens und

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