Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 4)
- Language
- German
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Die Religionsphilosophie Ihn Abraham Esras. 171 ]licht als solches, suiidcrn in Berührung und Beziehung zum Theoretischen behandelt, wie wir bereits an manchen Stellen der theoretischen Religionsphilosophie gesellen haben, aut* die wir hier auch nur einfach hinzuweisen haben werden. Wenn also im Folgenden mehr Stückwerk zu geben als ein Ganzes aufzubauen möglich ist, so wird es doch zweckmässig sein, den Hali men einer angemessenen Gliederung dafür bereit zu stellen. Wir haben (Jrg. 42, S. 452) bereits gesellen, dass das religiöse Leben nach IE einen unentbehrlichen Bestandthcil in dm* Entwickelung des Menschen zur Vollkommenheit bildet. Wie wahre Religiosität, ohne Sittlichkeit nicht vorkommt, so findet auch die Sittlichkeit in der Religion ihre sicherst(* Stützt*. Zu Ps. lö, 8 sagt IE erklärend: •'בעברי׳ שישייתי ה׳ ל:גדיי מימיני לא אמוט שאסיר :'ירך׳הישיר.. Die praktische Religionsphilosophie des AIE zerfällt, also angemessen in Ethik. Lehre vom religiösen Leben und in dem Zusammenwirken beider zur Erreichung des höchsten Zieles, das dem Menschen gesetzt ist. Die Ethik zerfällt in allgemeine und eonerete Ethik. So erhalten wir vier Theile der praktischen Religionsphilosophie, denen wir das in jedem Gebiet** bei iE Erhaltene einreihen. 1. Zur allgemeinen Ethik. 1. (Jut und böse, die < יruudbegriffe der Ethik finden bei IE nicht (*ine ethische, sondern eine metaphysische Erklärung. Er sagt im gangb. (.1omni, zu 1. Mos. 4, 1: ומלל טוב בלל, יכן בריב יירא אלהיט א: כל אשר עשה והגד. טיב מאי!11) ורע הלק. Mos. 1, 31), was Motot trefHieh so erklärt: עץ הדעת ט1ב ורע werde das Geschlechtsleben (1. Mos, 2, D; oben S. 488) deshalb genannt, weil sein Ergebnis«, allgemein gefasst, die Erhaltung der Gattung, also das Gute sei: im Be sondern hingegen den stets wieder vergehenden Einzelwesen das Dasein gehe, insofern also das Böse sei‘-). Es ist klar, dass ,.gut und böse“ hier mehr im Sinne von ״gut und übel“ gedacht ist. Indessen ist das moralisch Gute und Böse gleichfalls ganz vortrefflich unter dem *.) Vgl. zu עשה שרוב במר ומיד lj. 20, 2, wo IE sagt: . . . במרובזיו שאץ בהם מיחסה כי ביס טוב, והרע הוא בממד. דארץ. ואיה הדברים צדיכץ שירוש. J) Vgl. Mai m. Mor. III, 22 u. 111. A. 28 in meinem Handexemplare, <?d. Jessnitz; meine Ethik des Maim. S. 58. -