Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 4 · p. Seite 157

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 4
Article
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
Date
1899-01-01
Page
Seite 157 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2829132-2829727-2829732-2881868--29205-2881891
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apokryphisdien Litt. 157 }!alt im Paradies aut* sechs Stunden angieht, und die jüdische. Tradition mit der in der Angabe* der Stundenzahl auch die ..drei Heiligen“ übereinstimmen, die nur einen dreistündigen Aufenthalt kennt. Dass aber alle christlichem Quellen die neunte Stund(* als diejenige bezeichnen, während der Adam das Paradies verlassen musst(*, hängt damit zusammen, dass man die Stunde vor Verlust des Paradieses durch Adam mit der Stund(* der Wiedereroberung desselben durch .Jesus1) cnmbinirte. Auf die Haggada vom Simdenlalle am sechsten Schöpfungstage gellt auch die I’cmcrkimg Theodorctus zurück, wenn er meint, dass die "בתנית עור" keine Stücke aus Thierfelhm gewesen sind, denn-;: öca),* st jjlsv woxov T׳pay£vT0>v £; cotoiv £y£vovT0 to. £7<yju.aTa s'j^r^.ov, oti sts[j,7:s to ysvoc toW 70׳aysvT<07 asTt. Es Mar aber wohl nicht dieser von Theodorctus vorgebrachte Einwand gegen di(* wörtliche I cbersetzung von ,,בתגות ערר", der K. Meir:!) wie viele andere Ilaggadisten veranhisste, ihr(* Kunst an der Auslegung dieser Werre zu versuchen. Die Schwierigkeit, die hier für die Haggada vorlag, ist nämlich die. dass nach der Vollendung der Schöpfung v«.m Gott doch noch (.*in Schöpfungsakt ausgesagt wird. Daher die Pehauptimg eines alten Midrasch, dass die Kleider des ersten Menschenpaares zu den Dingen gehörten, die in der Abenddämmerung des Ereitag erschaffen sind: זח אחר בז חיברים •כגבראי בערב ׳כבת בין הכ:כת . . . כחנית עור1־') . . . Der Midrasch will damit sagen, dass dies(* ,.Kleider“ auf der Grenze zwischen den Protoplasmen und den aus ihnen entwickelten Dingen liegen. Zu den Ersteren können sie nicht gezählt, werden, weil sie ihrem Wesen nach Thierfolie waren, zu den־Letzteren gehören sie aber jedenfalls nicht, weil sie nicht, auf dem natürlich(*]! .Wege der Entwickelung, aus den Protoplasmen entstanden sind, sondern von Gott geschütten sind. Genau dieselbe Ansicht, vertreten auch die justinianischen •A^uaestiones . . . ad Orthodoxes״)“: yap £0>a c׳px£ar xcd toüt<ov Ta bspp.aTa <y*jtä£afj»a£, /tT0>7a £tolt;<7£v, aM aoToOc () Nach Matth. 27, 40. Audi die Angabe, dass die!Sünde in der sechsten Stunde stattiänd, hängt mit der Krouzigungsstumle Jesu zusammen. Eine andere Combinirung mit den Todesstunden Jesu siehe bei Jagid (Denksehrift d. Wien. Akd., B. 22, p. 59.)?) Comm. z. St.;י) Gen. K. 20 (Endo) deutet lv. Meir ״כתנות עיר״ in ״כתנות אוד״ u. *) Siphri Deutr. 855. Vgl. auch die Behauptung .Jacobs von Sarug bei Moses b. (Jepha (d. Paradiso 84 A): Deum ea indumenta ex nihilo creaviss**. ״) Patrol. (Migne) VI, 1298.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.