Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 5)
- Language
- German
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Oie Haggada bei den Kirchenvätern und in der apokry plüschen Litt. ]5:5 emeron des Epiphanias*׳l) vieles von der Schlange zu erzählen, das mit der von ihr im Midrasch gegebenen Schildenmg übereinstimmt ״Die Schlange“, heisst, es in dieser pseudo-epiplumischen Schritt, ״war schöner als alle andern Thiore der Erde. denn sie war von schöner Gestalt und herrlicher als alle Thiere und von anmutigerem Körper als sie und erhabener als sie durch ihre ״Statur** und ״Weisheit“. Sogar die curiose Behauptung dieser Schrift: ״Und alsobald, nach dem Fluch wurde die Sehlange ..aussätzig“ findet sieh ebenfalls im Midrasch, der behauptet, dass ..*"אררו בזלרע“ Gott die Sehhinge mit dein Aussatz־) fiuehte. Auch Aphraates kennt, den oben erwähnten Midraseh, wonaeh die Schlang(‘ erst durch (hm Fluch Gottes ihre Fiissc verlor. Di(‘ Wort(‘ der Schrift ״Auf deiiuun Bauehe sollst du kriechen־•, haben bei Aphraates den Zusatz (•’M.jJ:_י*1ן ל und er machte, dass sie. keine Fasse mehr habe Wir lassen liier noch einige Wort(‘ folgen über di(‘ altrabbinisehe Auflassung von der Ursiimle und ihrem Verhältnis* zum Tode. Das eigentliche Wesen der Sünde, bestehet darin, dass <ler Mensch trotz seiner vollen Willensfreiheit, dem (4צי־־ הרע' ..dem Triebe zum Bösen”, der ihm angeboren ist. Folge leistet. Die Ursiimle unterscheidet sieh demnach in keiner Hinsicht von der Sünde überhaupt, und auch ihn‘ Folge, der Tod, hat keinen Einfluss auf die Nachkommen Adams, denn ..!5״ *אין -י" בלא ה ט אkein Tod ohne Sünde/־: jeder hat sieh selbst den Tod zuzusehreiben. Wie sehr nun auch diese Lehre vom christlichen Dogma der Erbsünde entfernt zu sein .scheint, so lässt sieb doeb bei näherer Betrachtung eine gewiss(‘ Relation zwischen ihnen nachweisen. Aus der Wechsel- Wirkung von Sünde und Tod folgt zunächst, dass die ״Väter״ und all die Heiligen nicht sündlos waren, wie ihr Tod eben Ml c. pg. 251. ־) Gen. Rb. cp. 20.;;l) Homilies . . Aphraates, ed. Wright. p. 255. M Das doppelte Jod in ״וייצר״ M, 7 bedeutet nach dem Midia^-ii {Gen. Rb. cp. 14) ב' יצרים יצ~ טוב ויצר הרע. Im IV Ksra 4, 30 ist das: ״gramen seminis mali seminaturn est in eorde Adam ab iriilio", näeiits anderes, als der יצר הרע, der 3. 21 .,cor maligmim“ heisst, und wenn an einer anderen Stelle dieses Apokryphons gesagt wird, dass die Frommen ״superaverunt eurn, qui creatus cum ipsis est inimicum“, so ist es natürlich wiederum der יצר הרע und nicht, wie Hilgenfeld (Apokal.vp. 230) meint, der Teufel; inimicus ist nämlich nach Sukka 52a einer von den sieben Namen des יצר הרע, der in der messianischen Zeit verschwinden wird. ג) Schahbat 55a.;