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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 4 · p. Seite 152

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 4
Article
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
Date
1899-01-01
Page
Seite 152 (sequence 4)
Language
German
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152 Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apokryph iseben Litt. der ״Pirke“ mit der Legende von der Anbetung Adams deren Unabhängigkeit von nicht-jüdischen Quellen, denn nicht allein haben die verschiedensten christlichen Bearbeitungen der ״Vita“ den fraglichen Zug behalten1), sondern auch die rnohammedanische Legende kennt auf Grund einer Koranstelle 2) die. Anbetungsverweigerung des ״!bläs“; bei einer Benutzung nicht-jüdischer Quellen aber wäre bei den ״Pirke“ in erster Reihe an mohammedanische :1) Elemente zu denken. Dagegen trägt die Darstellung vom Kalle des Satans hei Raimund Martin4־), die er dem Midrasch des ״R. Moses hu-1)arschan“ entnommen zu haben angiebt, deutlich den Stempel der Fälschung an sich. Schon die ersten Worte, die Zurückfülirung der Ilaggada aut ,.Josun b. Nunא;‘:'־־ רביגו 'הרשע ב' ג*ן ״ verrathen die christliche» Hand; in der jüdischen Tradition geliet alles auf Moses zurück, ferner lassen Ausdrücke wie ביום שגהקבצה אליו דעהו של איס und בא■ בלדיש״ד ליצר:' של דיקב״ה über ihren Ursprung keinen Zweifel .autkommen. Wir haben es hier mit einer, und zwar sehr ]»lumpen Fälschung zu thun, wobei wir freilich nicht gerade behaupten wollen, dass Raimund Martin selbst der Urheber dieser Fälschung ist, ein getaufter Jude kann sehr wohl die Hand im Spiele gehabt, haben. Die!־Jolle, die dem Satan beim Sünden falle zugeschrieben wird, schliesst aber nicht aus, dass die Schlange ein aussergewöhnliches Geschöpf war, denn sonst hätte sich der Satan nicht ihrer als Werkzeug zur Verleitung; Evas!)(‘dient. Daher redet in der slavisehen ״Vita“ der Satan die Schlange mit: ״tu dilcctus apud Deuin“ :'\ an und ebenso weiss־ das ״Hexa- *) Vgl. Bonwetsch ״die apokryphen Fragen des Bartholomäus“ (Nadir, cl. kgl. Gesell, d. Wiss. Göttn. 1807, p. 36 f.) ') Sure VII. 11. :l) Vgl. cp. 30 dieses Midrasch, das eine genaue Vertrautheit mit den Verhältnissen in ״Chalifat“ verräth. 4) Pugio tidei, ed. Lips., p. 536. Der Text dieses angeblichen Midrasch lautet vollständig: א׳.ר׳ יהושע ב״ג ביום שנתקבצה דעהו שד ארה״ר דבי הקב״ה למהש״ר 'השהחוו יו באו מהש״י לרצונו ש* הב״ה [מיד עשו מהש״ר רצון הב״ה] והשטן דיר גיור סכל מלאני השמים וידבר להב׳יה ־־של״ע יצית אותנו מזיו שבינה ותיבי נשתחוה י־אשי־ יצרת אותו מעפר האדמה רבד לו הב" ה זה שהוא מעבר הארץ יש בו מן החכמה ומן הבינה |מד.| שאין בך ויהי בי לא ‘אבה להשתהות דו ודא י שמע לקולו ש־1 הכב״ה ט,יידו מן השמים והיה שטן [ועם בל זה רא אבה לשמוע בקוד הקב״ה להשתהות לאדם אז טרדו מן השמים ונעשה שטן] ועדיו שעו א' איד נפלת השמים . . .♦. Ein schlechteres Hebräisch zu schreiben, wäre nicht leicht! ״דבי״ stellt 3 Mal, wo ״אמי״ gebraucht werden muss; ,,״זיו שכינה statt ״זיו שכינתך״, wie das echt .,arabische'1 ״מן,, החכמה hat nie eine jüdische Feder geschrieben. 1 ף. c. cp. 10.

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