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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 3 · p. Seite 103

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 3
Article
Die rituellen Reinheitsgesetze in der Bibel und im Talmud
Date
1899-01-01
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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Pie rituell»•״ hViiilieitstfeset.׳/»* in «l»*r Uüh‘1 mul im Talmud. ](_);> Israeliten (11*1־ i > i l > 1 i s c*! m 11 Epo4־he Beinkleider mwli nirlit < i 11 14 * י 1mlhw«*n»li(n־en Zubehör der mnnidiclmn Toilctt»‘ bildet»*!!. wir dies»*s aus »lern ziemlich unverblümten Motive h»*rv«»rn*»*ht. dmvh welches der (4i*s»,tz1!odm׳i• »li»־ ]»cstimmim“* l»e־״rümlrt. welch*־ »hm Priestern verbietet,;1111' Stillen /um Altar heranzustem-rn 1 j. Man begreift aueh. warum »ler vom Kiterlluss I »»־haftete alle (»c^vnstäml«‘ und Nahrun־״sjn*»>duete iniieirt, mit < 1 e 11 e 11 m־ in 1 »eriihrunii־״ kommt, ohne t'riihrr seine llüinl»* mit Wasser ^־ewasehen zu haben, denn an seimm 1 landen könnt•־ ja etwas vom Ansteekun^’sstotle kleb»•!! ifcMiVben sein.: sobald sie aber ״^ewasehen sind, ist jede (»etahr einer Inteeti.Mn ausgeschlossen. Kirn־ ^nisst'iv (h>nse1|Uen/ in der Au Ist<•1 lun״• eines j>roj)11 ylaktischen (1<־s»‘tzos könnt»* man s<*Ibst von einem modernen Arzte nicht fordern. Im <»«•11•«־״- satze iVeilieh zu »len modernen Aer/trn, welch»‘ in der (imiorrlioe ausscldi»־ssli»d1 »־in»' locale Alicelion s»־hen. betracI1t»*t »ler biblische (iesrtz^rber si<־ als eine universelle, eoiistiiutionelle Krankheit, und schreibt z. B. »bmi Speichel der vnn ihr!»»•hafteten A11steckun1u־siahi״,k»,it zu, »lie (* י »im »rrl m »i* st.» gleichsam mit. d»*r Syphilis verwechselml. Ab»•!• iiat ja auch »li»‘ »,uropiiiscln* me.dicinis»d1e Wissenschaft bis zur zw<׳it1־n 1 hilfte unseres Jahrhunderts -) nicht amlers atif »lies»■ Krankindt gesellen, und »,rst dank »•in»*r ^,auzam Ibuhe vmi 1,11t»1־’suchm1־״»,n l»icord s und seiner Nn4‘hfo|*»vr hat in «ler Wi-s»־nschaft »lie jeni**•(• Theori»* »hm Sic«4־ »lav»»n ^,־»,tra־״»,n. uaeli weh*h»:r 1 ionorrho»* uml Syphilis zwei völlig vrrschhnhme Krankheibm sind, di«‘ mit einander nichts ■nmieiu haben. 1 >ieser »)Heilbare Widerspruch zwisclnm »lern inosaiselu‘11 1 ז *«> י« י z»* und den Er^ebniss«‘!! »l < *r mod<'n1et1 \\’iss»*nschatl spricht )«.,doch noch keineswegs 41 i«י Göttlich k»־it »l»־r mosaischen Gesetzgebung, bei welcher natürlich von einem wissenschaftlichen Irrthinn nicht die UYde sein kann. 1»••- kanntlich di»*nt»* in früher»*!’ X»dt als Veranlassung; zur Y*־r- \v»*chs»*lun״• dieser beiden Krankheiten »lie 1104*11 jetzt zwar nicht »dt, aber d»‘unoch zuwauhm vork»>mmeude That-sache. »lass die primäre Syphilis sieh durch Eiteriluss aus ״*owiss»*n Körpcrtheilcn äussert. l)»*r Sprcialist «hu* Gegenwart besitzt nun /.war ziemlich sichere. Kennzeielum zur differentialei״ r‘׳i»־h»־H Material »ihm* Fällt־ von sogenannter extra^enitah־!• An• st»־»*k1m^ durrli < ionorrlme nufy.uweisen. '1 Kxod. XX, 26. Biene Theori»* vertheidigte noch «ler bekannte Syphilid<»lo:4 Vi»lal in seinem im »Jahre ■1N50 «•rsehienonen Werk»•.

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