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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 3 · p. Seite 102

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 3
Article
Die rituellen Reinheitsgesetze in der Bibel und im Talmud
Date
1899-01-01
Page
Seite 102 (sequence 6)
Language
German
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102 Pit* rituellrii l\«*in 11 ittz*• in <J1 ־11׳ iiPel und im Talmud. ill keiner Weist* dem i,rotess<>r Mülirh beistinilnen, welehe!•, mit I iintansetzung des klaren Sinnes des biblischen einzig׳ und allein aut’ die Auslegung der späteren tiesetze-- lei! 1*1*1־ gestützt. und ohne Kiieksirht daran!. dass die P>il״d die Zarn'at.h al> eine heilbare Krankheit anerkennt. und da-.- die LXX und Flavins Joseplnis Zara ath flureli /.i-ca wiede!• geben. welches hei den (Jrieelien einen s<|ua1m">sen Ausschlag bezciehnetc - - die I »ehauptung a' 1 istelIt, dass Znra* ath durchaus keim* austeckemle Krankheit bedeute, sondern die zw;r unheilbare aber in sanitärer Reziehung harmlose vitiiig•1 re]M,äsenti1־e. welche in den Augen der alten Israeliten ab ein Zeitdien göttlichen Fluelies gurgelten haben soll. dah׳ r denn die von ihr!*chatteten unbarmherzig aus der ( iesellsehat: aiisgestosseu wurden. Kiue derartige zwecklose. gerade/•־ abergläubische Härte widerspricht entschieden dein (lei-ider mosai-ehen Hesetzgehimg.! >. i )׳ויי Kitert'iuss וליבו. Fass Levit. eap. XV in seiner ersten Hälft«• von einer gewissen ansteckenden Krank heu handelt, bedarf kaum des Reweises 1 ). ln keinem einzigen ldhunente der biblischen Institution der rituellen Reinheit tritt die Sanit.äts־Idee so klar und so deutlich hervor, wie in dem (leset/.e über den Kiterli llss - ). Die Vorstellung Voll dein pathologischen Sceret des Kranken als' dem Träger ein•־- Krankheitskeinies zieht sich denn auch durch alle Finzelheilen dieses (»esetzes hindureh. Fas Fager פ״ננכבו), aut dem der Kranke gelegen. der Sitz!וני״צב, auf dem er gesessi'll. der Sattel. (גיי־יבב). auf dem er geritten, gelten dem («esetzgeher als RhieHen der infeetion. Wer den Sit/, oder das Lager des Kranken nach ihm einnimmt, muss seine Person und seine Kleider einer sorgfältigen Fesinfe.ction unterziehen. Lud das ist ganz natürlich, ־־ an dem Lager oder dem Sitze des Kranken konnte etwas vom Ansteckung-־ stotle kleben bleiben und sieb dann später dein gesunden!Menschen mittheiien Vergessen wir nicht, dass bei »len l) Pie l •־Uers.-t/.m 1g der \ nlgata : .,vir, «!ui patitmr tluxiun semini*. iinminulus eri!•‘־ entspricht selbstverständlich weder dem Texte noch der Wahrheit: ebensowenig wahrlieilsentupivrlieiid ist. die gegenwärtig gebriluchliehc iJeuennmig dieser Krankheit— genorrho»" von yovy• ״Same־־- Vgl. Ihn K.sra 7a 1 Levit. XV, 8. Xaeljmanides das. Wh 11. Wir Immerken gelegentlich, dass die falmwlisten vollkommen richtig den ITit.orschied zwischen Kit•*rttuss und Saaimmtluss bestimmt haben, vgl. Nidda :Fh. ״־) Levit. XV, 1—1H. b Die medicinische Litt iratur der letzten .lahre hat bekanntlich .לרי״י•׳•-.

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