Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2829132-2829727-2829730-2881741--29102-2881772- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1>ייו Matfjraüa l»*»i i»1 ו־ i\h<•111*11 vsitorn und in dm־ ajn>k1־y|»ltisrl1»׳n Lin. 71 Adam. smuplo lut•» in terra ,.Madiam" . . . eonsedit Adam postcjuam c Paradisu »*grcssus ost.in lerra .,Madiam. medio in Inen terrae“. ( \nnbinircn wir mm beide Stellen mit einander. m> rr- ־״ihr sich, dass Adam in ,,Madiam". dem Mittelpunkte der Knh*. zur W1' 11 kam. lebte und starb in llcbnui Aphrulei und aut Golgotha. dem Mittelpunkt der knie. beigesetzt werde. Gelingt »,s un> nachzuwciscu. dass ,.Madiam*’ mit Golgotha oder wenigstens mit einer anderen Localifät zu Jerusalem identisch sei, so äst nicht allein der Widerspruch zwischen den beiden Stellen der ,,!*ragen und Antworten" aufgehoben, sondern di< Kutwiekiung d!*r < olgotluisage gewinnt auch, wie wir weiter unten zeigen werden, ein ”־an/ ande1*es Licht. Nun wissen wir. dass schon in sehr alter Zeit - so II (-111011־. J. 1 - der Tempelberg auch den Namen Moriaberg führte; was liegt daher näh(*r als, dass unsere .,Fragen und Antworten*‘, die wie wir gesehen liahen aus ,,A phmir‘ ..Aph rnl4* machten. Moria in Madiam die \ erweeh-dung von ״r" uml ,,d'* verrat!«. dass di(‘ ^bielie dieser Sage aramiiisch resp. hc.hrnisch ״*«*schrieben war verstümmelt haben? ist diese unsere Yermuthung von der Identität .,Madiam’s" mit Moria richtig, so lasst sich die Kntwickhm־״ «ler Adamlegrndc zur Golgothasagv tolgendcrmasseu darstelhm: Adam, aU Mittelpunkt der Schöpfung. ist im Mittelpunkt der Krde zur Welt ״')־״kommen, nümiir-h zu Jerusalem oder genauer p‘sa<־׳l auf dem Tempelberg, genannt ,.Moria“ t Madiam . ln später«•!״ /eit mntivirtc man diese I Jevorzugmig des Tempelberges mit ler aut* ihm sich befindenden Altarstätte, die schon beim Krschaffen des ersten Menschen ihre sühnend(* Macht bewies. Aus dein jüdischen Altai* ist nun in der christlichen lJ1narbe.it 1111׳״ lei* Sa,׳)־״, di(* christliche Sühnstatte - Golgotha. ״vwnrdcii. und dem Charakter < Jolgotha’s entsprechen«! trat die Grab stiitte Adams au den Platz seines Geburtsortes. Freilich war bekannt, dass Adam zu Hebron Aphrulci ■ h־bte und starb, was zu seinem Grabe aut Golgotha schlecht passt: man suchte es daher in christlichen Kreisen ־dahin zu erklären, dass mau den in ..Hebron“ verstorbenen Adam von Kugeln nach Jerusalem, dem Mittelpunkt der Knie, bringen li«*hs, um ihn dort auf < *olgofha zu bestatten. Krst später wurde auf ״Golgotlur־ alh*s, was vom jüdischen Altäre;:־alt. übertragen, so dass es auch zum Mittelpunkt der Krde. ward An klänge an die ursprüngliche Gestalt der Adamlegende sind aber auch ausser in diesen ,,Fragen und Antwortete, noch.