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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 12 · p. Seite 548

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 12
Article
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
Date
1898-01-01
Page
Seite 548 (sequence 12)
Language
German
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548 Die Haggada bei 4011 Kirchenvätern und in der apokryphisehen Litt.. dieser Autor in den vielen biblischen Synonymen für Himmel die alte Volkslehre bestätigt fand, und dass er auf Grund dies« er biblischen Benennungen der Himmel die׳ verschiedenen Funktionen derselben bestimmte. Wenn man nämlich berücksielitigt, dass in den Testmn.' XII Bat ח in der (sinvischcn) Apokah Baruch-), im Testnm. Abrahams3], in der Aseensio dos.4) und im ־ (slaviscben) I lonochhuclic5), die Siebeirzahl der Himmel behauptet wird, so kann man unmöglich in Abrede stellen, dass im Jahrhundert Jesu von Nazareth, der muthmasslichcn Entstohungszeit dieser Apokryphen, diese Lehre im Volke, weit verbreitet war. Für die Popularität dieser Lehre spricht, auch die Tliatsaehe, dass die Gnostiker0), die häufig Volkslcgcxiden und populäre Vorstellungen in ihren philosophischen Systemen verarbeiteten, ebenfalls sieben Himmel an nehmen. Wenn aber die ebionitisch-gnostischen Oiementinen mit grosser Bestimmtheit behaupten, es gäbe nur zwei Himmel, einen siebtbaren und einen unsichtbarenך) , so können wir angesichts dev oben besprochenen Ansichten bei Philo und im ]Midrasch unmöglich mit Hiigenfeld“) etwas ganz Originelles ״mit der allgemeinen Ansicht in Widerspruch Stehendes״ darin sehen. Wir haben nämlich auch sonst in den Clemontinen Anldango an ileix Midrasch, besonders bei der Darstellung der Sehüpiangsgeschiehte. So stimmt z. B. die Ansichtder Giementinen*) ״cum fecisset Deus eaelum et terram tamquam ״domum unamw, fast wörtlich mit der Lelm‘ K Simons ben Jochai — blühte gegen Mitte des zweiten .Jahrhundorts ־— übertdn, der ebenfalls sich folgendes ähnlichen Bildes bedient, um das Verhältnis« zwischen Himmel und Erde zu bezeichnen: ׳גיגיהמ* 8 Himmel (Abh. d. kgl. Akd., München, 1882, p. 218) >vahrseheinlich auf Grund von» II Kor. 12, 2, vgl. aber auch Midr. Theh. 1. c. und Irenaus ad. haer. I, 5, 2; dasselbe berichtot Irenaus auch von den Markosiern L c. I, 1.7 (14) 1. J) Testin. Levi III. '*) Deutsch von Bonwotsch, Nachr. kgl. Gesoll.sch. d. 'Wiss. z. Gttn. 1800, p. 94 ff. a) Nur slavisch erhalten; deutsch von Bonwetsch 1807. S. cp. 19־ und p. 58. 4) Dihmann cp. III, p. 12, IX, p. 40. b) Abh. kgi. Gesell sch. d. -Wiss. Gott״ N. Folge. B. I, N1*. 8, Kap. 20 Versio B (der untere Text). e) Ueber die Valentin inner siehe Tertull. adv. Valent. 20. ד) Vgl. über diese Lehre der Clementmen Hilgenfeld,'di0 Giern. Reeogn., p. 87 und Eeoogn. Über I, 27, 1. III, 20—30. *) Recogn. lihor 1, 27.

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