Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 546 (sequence 10)
- Language
- German
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Die Haggadu bei deti Kirchenvätern und in der apokryphisehon Litt־, dem Messias ziirüokgeht, zeigt sich am Auslassen des urspnmgltchcn Beweises für diese Haggttihi. I*. Simon berief sich mimiieh 5uif Jes. XI, 2, wo vom ר.'ה י4'י des Messias die Kode ist, in der jüngeren Haggudu fehlt aber dieser Hinweis auf die Jesains-Stelle, woraus deutlich hervorgeht, <lass man absichtlich jede Anspielung auf den praeexistironden Messias luibe vermeiden wollen Eng verwandt mit dm* oben besprochenen Haggnda von der Thora als Wcltordnuug äst folgender Midrasch:‘) בזבוה ישי־אל גברא ,הערל :ל . . 2־.ו ברא־טיה אלו ישראל שגקראו ראשיה קדש ישרא^ לי׳״י ראשיה הבראה•* (.Wr״vn Israel ist die Wh dt erschaffen, denn cs heisst בראשיה. womit Israel gemeint ist. welches ראשיה genannt■ wird. So sagt der Prophet Jeremias 11, 2: Heilig ist Israel dem Herrn, das Erste "״ראש״ה seines Ertrages. Der Grundgedanke unseres Midrasch ist eine folgerichtige Entwickelung der Lehre von der welterhaltonden Kraft der Thora, die erst durch Israel zu ihrer vollen Geltung gelaugte. Wir wissen jetzt, worani Aussprüche, de.1• Apokryphen wie״ (־ipmmam ,,dixistD, puia propter uns crousti saeculum" oder:{) .,propter <!uos ״dixisti“ croasse mmuluuG zuriickgeheu. Wir haben in der Apokalypse nicht allein denselben Gedanken wie Lm Midrasch, sondern sogar di»י Behauptung־, dass in der Schrift ..dixästi" von der Notwendigkeit Israels für die Existenz der Welt die Kode, ist, ein deutlicher Keweis für das Alter der iiaggadischen Auslegung von -״ בראשיה ישראל. Wie wenig aber diese hob(1 Mein!mg von Israel eine nationale. Eitelkeit ist, zeigt sich darin, dass die alten Kirchenväter genau dasselbe von den Christen, nach ihrer Ansicht dem wahren Israel, aus sagen. ,,\c!/771avo\ 7.y.~£yov~u1. asv mg sv סלסיפסa Tm zo7׳[x<o, auT01 5s <7'rdyyjr;1 tov xoctij.ov‘‘, lesen wir in der altdiristlichen Episteln ad Diogen.4) und ebenso meint Justin Mart.•’): "OEkv kcc\ s7;׳,pivs1 0 8-soc vyv Idee entwickelt, lieber eine verwandte Idee der Kabbala siehe Joel, ״die Religionsphilosophie des Schar‘. ף Tanck. Ib. 4 ף Esr. Cp. 6, 55, vgl ferner 7, 11 und 14, äl. a) Apok. Baruch pSynwch) 21.p. 7l>. — Auffallend ist, dass die Assumpt. Mos. Anfang ebenfalls sswar diese Behauptung aufstellt ״creavit enim orbem terrarum propter plebom suanvl dagegen den Zusatz .,dixisti“. also einen Einweis auf die heilige Schrift nicht hat. Darf etwa daraus das höhere Alter dieser Apokalypse gefolgert werden, indem nämlich der Gedanke von dur Unentbehrlichkeit Israels für die Weit, entschieden das ältere ist als se&uu Herleitung aus der Schrift? 4) Cp. VI gegen Ende. 11 (ג. Ap010׳gie, Cp. VII Anfang.