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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 12 · p. Seite 542

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 12
Article
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
Date
1898-01-01
Page
Seite 542 (sequence 6)
Language
German
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542 Die Haggacia bei den Kirchenvätern und m der apokryphischen litt abseheu uud die unumstösslichen .Beweise für die Lehre von der ״realen“ Praeexistenz betrachten. Zunächst soll. der in der Apokalypse für das Erscheinen des Messias stehend(* Ausdruck1) ״revelari“ seine reale Praeexistenz beweisen. Wenn man aber bedenkt, dass nach dem Talmud, der doch auch ein Repräsentant der jüdischen Lehre ist, der Messias ein verstorbener Davidide ist, der, mn die Erlösung zu vollziehen, von den Todten untersteht ־), st> wissen wir, warum sein Krscheinen mit, ״rovelari** bezeichnet wird. Audi Ausdrücke. wie3) ״(picrn conservat altisshnus mulns temporibus“ oder:i) ..hic cst Ünefcus, quem reservavii Ältissimus in üuoiii ad cos“ lassen sich ungezwungen aui die oben erwähnte tahmulische Ansicht zurückführen. Wir sehen also, wie wenig wir aus der Apokalypse Aufschluss über unser(; Frage zu erwarten haben, und wir wollen daher hei Beantwortung dieser Krage auf die untrüglichen Quellen, auf Talmud und Midrasch, zurüekgehen. Die Behauptung Mancher, dass das Feuer der Holle am letzten Schöpfungstage erschaffen sei, widerlegt der Talmud4) damit, dass die Hölle zu den praeexistimuten Dingen gehöre. Wir haben hier eine autoritative Interpretation der alten Lohre von den praeexistirenden Dingen, die sich dahin uussprieht, dass wir die Frueexisteuz. ״real“ zu nehmen haben. Was nun gar die Praeoxistenz des Messias anbetriuh so ist es U, Simon hc Lakisch, ein palilstine.nsisehe.r Autor am Anfang des dritten .hihrlmmlorts, der uns darüber ausführlich he» lehrt. אמר דשב״ל אחור למעשה יום האחרון וקרס למעשה יום הראשון (5״ . . . ר״א ר*ל ורוח י״י *מרחפה זו רוחו של משיחR. Simon ben Lakisch sagte: Der Mensch ist zwar einerseits das letzte Werk am letzten Schöpfungstuge, andererseits aber war er schon vor den Werken der ersten Schöpfungstage da. Ih Simon ben Lakisch erklärt nämlich die Wort(* Genes I, 3. ״Und der Geist Gottes schwebte“ dahin, dass damit der ״Geist des Messias“ gemeint ist. Dieser Ausspruch R. Simons, der zweifelsohne auf ältere Autoritäten zurüekgehtA), erklärt l) S. die B01e;v3 bei de Faye, 1. 0, p. 1 3) Sanhedr. äSb unten אי מן מר^א הוא «Wenn er— der Messias •־״־ einer von den sehen Verstorbenen ist“ u. s. w. a) 8. do Faye S. c. *) Pessach. 54a. »ואור דגיהגום -ע׳*ש אעיי והא הגיא ז׳דברים גבראו קודם שגגר .העולם וארו הן .... גיהגום י■) Genes. Rab. en. S. *) Gen. R. 1. c. wird dieser Ausspruch anonym angeführt, ein deutlicher

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