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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 12 · p. Seite 539

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 12
Article
Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apogryphischen Litteratur
Date
1898-01-01
Page
Seite 539 (sequence 3)
Language
German
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Die Haggada bei den Kirchenvätern und in der apokryphischen Litt. 539 kommenden Stoffes nämlich wussten wir für die Anordnung desselben keine bessere Kenn zu wählen* als die einer C&tcna zur Bibel, hoffen über bei juisHonder Gelegenheit ein Sach״ und Namenregister zu geben. frenesis I, 1. Imter dun vielen Imggadisehun Deutungen., welche die ungewöhnliche l) (Vmstruction des Wortes ,..יבראשיי־״; hervorrief, verdient besonders die des Midrasch Tauchuma unsere Aufmerksamkeit. Dieselbe lautet2): היה הקב׳יה שביט בהורה ובורא אה העולם . . . כה כה׳ בראשיה אין ראשיה אלא הורה שג,' י״י קנגי ״ ראשיה * . .Gott *schaute nach der Thora — er2) richtete sich nach ihrem Rathe — beim Erschaffen <<cr Welt; denn nichts Anderes bedeutet das hier verkommende ".בראשיה“, als die Thora, \v. e. h. Spr. YT11, 22 .,Gott besass mich — die Weisheit■D — am Anfang seiner Wege״. Diese Haggada muss scliou früh sein• verbreitet gewesen sein, denn nicht allein finden wir sie im Targum Jer. wieder, das einfach ,,בראשיה" mit בחוכנזא übersetzt, sondern in etwas veränderter Gestalt auch in alten christlichen Quellen. Hieronymus1) nämlich bemerkt zu unsrer Stolle: hi prineipio feeit deus caelum et terrsmi. Pleri<jue aestimant, sicut in Altercatione ((uoque Jasonis et Papi sei scriptum est et Tertullianus in libro contra Praxeam disjmtah nee non Hilarius in expositione cujus dam Psalmi afih. aat. in hebrueo haben; In ״hink* fccit deus caelum . . . Diese sonderbare Meinung von! Anfang der hebräischen Bibel, die sich Hieronymus nicht, erklären kann, ist eben nichts anders als die christliche Wiedergabe! des targumisehen בחיכמא, das christlich XoyoQ — •jIoq lautet. Sogar die Entwicklung dieser Haggada zur einfachen Worterklärung oder mit anderen Worten, der UcLrrgang vom Midrasch ziuu Targum ist noch in der christlichen Bearbeitung zu erkennen. Zwar ist aus den oben erwnhuten Worten des Hiernnyvn. nicht5} recht ersichtlich, ob in der l) Heber die verschiedenen Auffassungen vgl. Dilhnann in seinem ' Comrnentar ׳/.. St. ־) Tanchuma (Buber) Gen. 2 b. Vgl. Tatioh. 1. c.. wo ausdrücklich gesagt wird, dass Gott mit der Thora Itath pflog.;1) Dio Tdentificirung der TIhutl mit der himmlischen Weisheit kennt schon .!es. Sirach Cp. 24. 4) Quaostion. hehr, iti libr. Genes, *) Vgl. darüber Karnack, Texte und Untersuchungen, Band i, Hofr b 1». m

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