Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Aus den Briefen Abraham Bedersi's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 511 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829713-2829725-2881605--28932-2881649- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Aus don Briofon Abraham Jiudorsi’s. r>1i eine Anzahl von Einwohnern festgesetzt was*. I)itי Erhöhung der Quote war mit der Erhöhung der Anzahl der Steuerzahlenden gleichbedeutend. Der König hatte eine Quote auf 4000 Ein wo) mer bemessen und sie auch chigehohom Er verlangte aber bald eine Erhöhung der Quote, mit anderen Worten eine Ausdehnung der Steuer}!Hiebt auf 5200 Köpfe. Die erhöhte Abgabe wollte er sogar durch einen eigens entsandten Beamten einheben. Dies war aber um so drückender, als die Aljama diese Steuer schon langst bezahlt und zwar in einer Summe von 12000 Denaren de Maigonc (*צגים עשר אלף דיגרי כזלגורייש) für zwei Jahre. Die Aljama outsandte nun einen ihrer Angehörigen nach Barcelona, lim diesen königlichen Befehl rückgängig zu machen. Der Adressat — so bitten sie ־— möge ihren Vertrauensmann bei seiner Mission unterstützen. Die Zeit dieses zwei Um Briefes ist schwor zu ermitteln. Da sieh die- Bittsteiler nach Barcelona wenden, so kann das Schreiben, wie schon oben bemerkt ist, nur in den ,Pagen Jacobs l. abgesandt worden sein. Dann müsste aber dieser zweite ■Brief .älter als der vorangehende‘ sein, zumal die Schilderung der Verhältnisse hier eine düstere ist und noch . nichts von der freigebig grossmüthigen Gesinnung‘ Jacobs I. gegen die Juden zu merken ist, die besonders nach seiner Anwesenheit in Perpignan zu kräftigeren! Ausdruck kam. So erklärt sich vielleicht auch das Fehlen des Beiwortes יזקל das sich im er.steu Briefe findet Di(* Aljama Perpignan’s nahm damals eine führend(‘ Stellung ein und genoss auch das grösste Ansehen. In ihrem Namen -- •einmal nur im Namen der Gemeinde in Arles — empfiehlt Bedersi in den folgenden Schreiben Bedürftige den Glaubensgenossen in anderen Gemeinden zur Unterstützung. Fast in allen Schreiben wird die Mildthätigkoit für eine zu verheirafhende Braut angerufen. In Folgt* der zunehmenden Armutli mögen sich derartige Fälle häufig wiederholt haben. Bedersi sieht sich deshalb veranlasst, die* wiederholt Angcrufenen zu beschwichtigen 8). Die Namen der Empfohlenen — zumeist eines Vaters oder einer vor- ־wittweten Mutter der Braut ־״ sind nur in einigen erwähnt. So Saul b. I£. Jorntow aus Arles, II. Salomo ha-Cohen aus Perpignan, dessen Familie aus Frankreich stammt und sich ■dort angesiedelt hatte, eine Wittwe namens Sime (שיסה) und .וברבות הנערות היוצאות ללקט בשדי הסרכם אל תעצבו ואל יחד בעיניכם (A