Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 502 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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:>02 Die Iveligionsphilosophiö Abraham Ibn Ksra's. Unter den Gottcsfmtcn mii praktisch*!!• Weisung hebt IE noch Mosel! mul Ahron als נביאי הכירה hervor, die die Summe aller den ]Menschen richtig leitenden Gcheisse Gottes verkündet haben, während z.!>. Gideon und Eliah nur 1צירך צעך.") augenblicklich erforderliche Gebote geltend zu machen hatten. Gangb. Comm. zu 2. Mos, 7, 7: 12, 1. 0. Jedoch kann auch bei den vermahnenden und weissagenden Propheten nur von geringfügigen Mängeln und kleinen nuthgedrungeneu Verstossen die Hede sein. Wirklich schlimme Vergehen gegen Religion und Sittlichkeit sind selbstverständlich ausgeschlossen, gleichviel ob ein Prophet Gesetzesbote oder Mahner und Weissager wäre. So sagt! H im Excttrs des gangb. Comm. zu 2. .Mos. 32, 1, S. 140 a, Netter: יכל אנשי הניחקר סירים בי היסס לא יבחר •סליה •בידע יי בסופי יעביר ע״ו, ואין בל נביא שלע־ז. (Die Schlussworte besagen nur, Alnmn war doeb noch dazu mehr als ein gcAvöhnlielier Propliet; er war Gesetzrsbote). 10. Hiermit liängt die Behauptung lE’s zu Uns. 1, 2 zus.. dass die Propheten die ihnen von Gott aufgetragenen befremdlichen oder anstüssigen symbolischen Handlungen, wie die Ehelich ung eines buhlerischen Weibes durch liosea, das Kinhorgcheu des Jesajah nackt und barfuss (des. 20, 2), das Liegen auf der linken Seite u. s. w. bei Ezechiel (Ezech. 4, 1• 4. 0; 5, 1), nicht wirklich vollzogen haben, sondern dass diess Alles lediglich prophetische Gesichte (מראיר. הנביאה) waren. Vgl zu Arnos 8, 2. 11. Zu den Propheten zählt IE Adam (zu 1. Mos. 5, 29), Noah (f1־gm. Comm. zu 1. Mos. (), 13 und zwar unter Vermittelung eines Engeis; vgl. Maimonides, Mor. II, 41), die Patriarchen (gangb. Comm. zu 2. Mos. 3, ß). 12. Ucber allen Propheten aber steht Mosel! einzig• da als der grösste durch eine Reihe von Vorzügen. Zur Hauptstelle 4. Mos. 12, 6—8 giebt IE drei Unterschiede an: a) Mosel! konnte zu jeder Zeit sich an Gott mit Erfolg wenden, während andere Propheten die Offenbarung Gottes (‘!,warten mussten, b) Gott offenbarte sich dem Mosel! ohne Visionen, ohne Vornuttelung eines Engels (;4 פה אל פה איבר ב. .Mos. 12, 8). e) Mosel! schaute die Sache, wie sie war, z. B. das Modell des heil, Zeltes, während andere Propheten in Bildern und Gleichnissen belehrt wurden. Lehrreich sind folgende weitere Ausführungen■ der genannten Vorzüge.