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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 11 · p. Seite 488

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 11
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1898-01-01
Page
Seite 488 (sequence 8)
Language
German
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488 Die Keligionsplnlosophie Abraham Ibu Esra’s. בלי מפעל). Gemeint ist cler Geschleehtstrieb, der mit der Zeit erst im Einzelnen zur Entwickelung gelangt und durch Beizung erst wirksam wird [während die beiden anderen Vermögen der Pflanzenseele, das Ernährung^- und das Erhaltungsvermögen (הזן und המצייר neben המוליד bei IE zu Koh. 12, 3) allerdings schon vom ersten Augenblicke des Lei)uns an in jedem Einzelnen wirken und wirken müssen, da ohne, sie das Leben nicht bestehen kann)• Auch Ihn Gebirol hatte die ״Pflanzenseele“ als Wurzel des Bösen im Menschen bezeichnet (vgl. oben). Nr. עין הדעת המשגל ,ומן הגן כחו :ס Nr. גט עלה תאנה לאות :יט 1) עץ הריעה. Idos. 2, 9 und sonst) bedeutet den Ge- .־ ehlechtsgenuss (המשגל), dessen Wirkung von dem Einhusse der mittleren Welt (der Gestirne) abhängt. Die allegorische Deutung entfernt sieh hier nicht weit von der einfachen Erklärung IE’s der den Baum der Erkenntniss zu 1. Mos. 3, 7 im gangbaren Comm. als einen solchen bezeichnet, dessen Frucht die natürliche Kraft hat, den Gesehlechtstrieb zu erregen, worauf auch die Worte בי ראו עדותם im frgin. Comm. zu 1 ותפקחנה. Mos. 3. 7, S. 39 und וגלתה לו סוד הגהש im gangbaren Comm. zu 1 עמת. Mos. 3, 6 zielen. — Der Einfluss der Gestirne ,her auf das eheliche Leben ist in beiden Comm. zu 1. Mos, 02 י und im gangbarem Comm. zu 1. Mos. 24, 3 ausgesprochen (oben S. 313). *Auf Begehren und Geschlechtstrieb deutet auch die Erzählung von dem als Hülle angewendeten Eeigenlaub (גט עלה תאגה לאות)• erst als der Ge sehlechtstrieb zur bewussten Aeusserung gelangte, machte sich das Bedürfniss der Schamhülle geltend, wie IE in beiden Comm. zu 1. Mos. 3, 7 ausdrücklich bemerkt. Nr. והגה הצמה בעפר ,וזרע האשד. ישוף הראש העולה וסוף החי :י ראש צומח. * Die Pflanzenseele (צמח) oder das Begehrungsvermögen (נחש) hat ihre Stelle und ihren Antrieb in unseren! irdischen Dasein und Zustande [dies also wäre der allegorische Sinn von 1 :על גחונך תלך ועפר תאכל כל ימי חייך. Mos. 3. 14]: sie haftet am Körner und stirbt mit ihm (ob. S, 448, 2). Die Wirkung der Lebensseele (1 ורעה, זרע האשה. Mos. 3, 15) aber* die mit dem denkenden Theile der Seele sich verbindet und denselben im Menschen verstärkt, ist fähig,

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