Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die italienische Litteratur der Juden
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 471 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829713-2829724-2881537--28881-2881588- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die italienische Litteratur der Juden. 471 W״ r in Mantua und an welcher Stell(1 das Frauengoschleeht; ־wegen dor eigenen Unwissenheit in Medizin mul Chirurgie getadelt habe, ist noch zu ermitteln 1 *). Die jüdischen Frauen, welche hier Str. 36 —40 genannt werden, und deren Geschichtlichkeit Neubauer nicht unbedingt anerkennt, haben eben so sicher existirt als die, theilweise im Hehr. und Italienischen identischen aus dem alten Rom, deren Namen man mitunter erraten muss. Nach dem Charakter der ganzen poetischen ־Controversc dürfen nur für historisch geltende Persönlich« Leiten ins Feld geführt werden־), ist nicht schon in Str. 31:1 la mansactci eine Frau aus der Familie ע:ו? Ihre ״ältest!‘. Tochter* wäre Giojct (שניהה?); Str. 04 in Bologna die Familien Pisa (Pisan Pisani; über die Famile Pisa s. unten zu Abr. aus Sarteano), Rieti und Storno: Str. 30 Gcirtil (deutseh Jontel), 37, 38 Sforna Dianamlc und J>YM7, 30 Dolce Aseolana (— lV Ascoli) und ihre Schwägerin Diana. (?einigendes Material für Genealogen. Die Anregung zur Besprechung berühmter (und boriiehtigfcer) Frauen, die in Italien wahrseheinlieh von Boeaccio ausgegangen oder wirksam unterstützt war:i), trat bei den Juden zu älteren Allianzen durch Jelnida ihn Sabbatnfs (.Jeschenk Jehuda’s des Weiberfeindes, die Verteidigung: Halle oder Hilfe der Frauen von einem Isak, beide um 1*210 (Letterb. Xil, 03), das ״Flügedselnvirrcn״ des ״Freundes der Frauen“ und Vertheidigers der Philosophie, Jedaja ha-Penini, Ende des XIII. Jahrh. (Le.;1erb. XII, 07). Gegen Ende des XV. Jahrhunderts lebte in Italien der Kampf geübter spitzer Federn über Frauenlob und Tadel wieder auf4), zunächst in hebräischer Sprache, aber in der italienischen Form der terza rima mit zehnsilbigen Zeilen, im Gedichte des ״Weiberfeindes׳״ Abraham aus Sarteano, vor 1402 (s. Letterb. XII, Tj5; zum Namen ״Pisa“ s. Kaufmann in Revue des Kindes J. t. 34, p. 309, 311, vgl. t. 26, p. 27—31 und weiter oben). l) David b. Jelnida Leon, weichen Neubauer (Rendiconto. p. 188) in dem ״Mantovan Gentile“ des Anonymus für möglich hält, kann hier nicht wohl gerne!Bit sein. ־ . '0 NenbauePs Bemerkung (Rendiconti, p. 183), dass die ״Autoren״ nur biblische Frauen an führen, ist ehmischriinkon. a) Ö. mein Letteratura dolle Donne (aus il 'Buonarroti 1880—84); Burckhardt, die Cultur der .Renaissance II, 134 der 111, Autl. durch L. Geiger (im Rogistor S. 369 fehlt: Frauen H, 113, 126, 134). 4) Zu dem prosaischen שבח הגשים von David b. Johuda Leon (Leiter!). XU, 62) vergl. Defensione delle Donne (XV. sco.), mein Letter, delio Donne, p. 16.