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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 10 · p. Seite 468

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 10
Article
Die italienische Litteratur der Juden
Date
1898-01-01
Page
Seite 468 (sequence 3)
Language
German
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488 Die italienische Littoratur der Juden. Seine italienischen Schriften, höchstwahrscheinlich in Autographon und vermuthlich aus der herzoglichen Bibliothek in Mantua stammend, finden sich jetzt in lö Bänden'in Turin, enthaltend Dramen, Dialoge über die dramatische Kirnst und verschiedene Poesien, worüber ich eine kurze Notiz aus B. Peyron (p. 6—10) ziehe. Die Dialoge (angeiYmgen 1508) schon von de Rossi und Pcrreau genauer beschrieben, sind IV, nämlich: I. Heber Ur- Sprung der .Schauspiele und deren Kegeln (Iftyyi), ob sie angemessener in Versen abzuiassen seien, u s. w.; citirt Ariosto und Ercole Bentivoglio. II. Die Vcrtheilung in 5 Akte und deren Umfang. III. Vortrag, Postum und anderes von den .Schauspielern zu Beobachtendes. IV. Der scenisehe Apparat., die Zwisehenaufführungen. Jehuda hält Moses, als Verf. des Buches Hiob, für den Erfinder des Dramas. Kr erzählt, er habe aus dem Chaldäisohen ein sehr altes Buch Corjfo dvUa r/itu übersetzt, worin ein Jüngling vom Schutzcng-el (<angrlo custode) ermahnt wird, richtig zu leben, .sich mit einem einfachen Kleide zu begnügen, dann vom ״Versucher'‘, der seine hässlichen und abschreckenden Uiutertheile vorbirgt, zum Gegentheil verleitet wird, worauf der gute Engel ihn! einen Spiegcd verhält und ihn zur Reue und Busse vor Gott bewegt. Jehuda kann sich nur denken, dass dieses Buch für die Aufführung, vielleicht sogar für eine öffentliche, verfasst sei. Nach diesen näheren Angaben muss ich die, früher (Ilebr. Bibliogr. VI, 48) vermuthete Identität mit Orchot CüjJ'nn (Testament dos Elieser) aufgehen. Mir ist kein anderes jüdisches Schriftchen bekannt, welches hier gemeint sein könnte. Sollte Jehuda etwa ein Schriftchen in irgend einer Sprache, welches seinen chaldäisehcn Ursprung* behauptet, ins Italienische übersetzt haben? Ich hebe aus den Einzelheilen noch hervor, dass im 4. Dialog von den Aufführungen zur Hochzeit des Herzogs Guilelmo die Rede ist. Dass der Namen des einen Interlocutors, Veridico, an Joehanan Alemanno ermnero, habe ich im Letterb. S. 73, A. 48 bemerkt: Jehuda citirt (ms. R. p. 87) den Anfang zweier Sonette, worin er die römische Schauspielerin Flaminia besungen hat. Bald darauf verfasste er wahrscheinlich: Brasilia, favola irayica pastorale, welche irrfchümlich dem älteren Leone Ebreo Anhang nur 122 Bl. zählt; ich habe die Stelle vergeblich gesucht, welche vielleicht in Reifmann’s Biographie Abraham Portaleone’s (העוזר III und Soaderabdr., Wien 1872) angegeben ist; mir ist diese augenblicklich unzugän glich.

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