Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 10 · p. Seite 447

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 10
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1898-01-01
Page
Seite 447 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2829132-2829713-2829724-2881535--28854-2881564
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die UeligionsphiLusophio Abraham Ibti Ksra's. 447 und bezeugt (gangb. Comm, zu 1. Mos. 1, 2(5). Das sei in) Grunde auch schon in den schönen Paralellen des Talmud (Berach. 10 a) zwischen Gott und Seele angedeutet (Jes. mor.. XII, S. 43 a)1). (Vgl. schon Philo, De opif. m. §. 23.) Jedoch können wir den Menschen auch insofern Mikro״ kosinus nennen, als er (Jes. mor., XII, 43a und Excurs des gangb. Cornm. zu 2. Mos. 33, 23) 111 unmittelbare Beziehung zu Gott selbst, wie die Engel, d, h. die intolLigibeln Substanzen, zu treten vermag und auf der höchsten Stufe seiner Vervollkommming, wie Mosclis Beispiel zeigt, der Vermittelung der Engel nicht mehr bedarf, Gott ihm also als יהרה, und nicht nur, wie der sensibetn Welt, als אלהים sich bekundet (vgl, oben S. 100). Nach dein Gesagten besteht der Vorzug dos Menschen also nicht in seinem Körper, sondern in seiner Seele, wie schon Saadia richtig erkannt hatte, (kurz. Oomm, zu 2. Mos. 23, 20, S. 71, Z. 5—7 ed. Prag. Vgl. das Gedicht ישגי לב (S. 446), Strophe 3.) Was aber wissen wir von der Seele? Ohne gründliches Studium kann der Mensch eine volle Ueberzeugung über die ihr Wesen und ihre Zukunft betreffenden Fragen nicht erlangen (kurz. Conmi. zu 2. Mos 23, 20, S. 72, Z. 8—10: וכללו של דבר הגה אדם לא ירע מה היא נפשו אם עצם ■אם מקרה ואם תמות .(2בהפרדה מעל הגוף ולמה נדבקה בו) Bei genügend vorbereitetem philosophischen Studium ergeben sieb folgende Thatsachen für den Gebildeten (zu Ko 11. 3, 21): 1) Die oberste Stufe der menschlichen Seele, die aus den Höhen des Himmels stammt, ist unsterblich und gottähnheh ,(והזכיר שברא גופו מן האימה ואחר■ כך ויפח באפיו גשמה חיים עומדה ולא תאבד כגפש הבהמה (sc. ורמז חיים בעבור שהיא (הגשמה vgl. gangb, Comm. zu 1. Mos. 1. 26: נשמה האדם העליונה שאיגגה מהה נמשלה בחיוחד, לשם). Um dies zu verstellen, müsse man ף Uübur Mikrokosmus hoi früheren l’iiiiosopkeu s. oben untor Ibn Gabirol. ף FriedLiindor, Essays p. 26 nimmt diese Stulle irrtlüimlioh für deu Ausdruck eines früheren Stundpu.nkt.es. Ist doch der Comm, zu 2. Mos. jünger als der zu Kohelet. — Dass die Seele nach Iii! in Wahrheit Substanz, nicht Accidens sei, ist bereits oben S. 402 gezeigt worden. Vgl. in dieser Einsicht noch in Betreff der Meiischenscele insbesondere die Stelle im Excurs des gangb. Comm. zu 2. Mos. 26, 1; שאיגו (eine Substanz) ויש יש גוף .והה מלאכי השם הקדושים גם גששה זזאדפ .... הצורה ..... האחת עומדת ולא תסור כצורת הקדושים והחכמה בנשמה (unvergänglich). Die Seele ist also eine Substanz, die sich das Wissen als eine ihr zukommende ständige Formaneignet.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.