Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Dünnerschen Talmudglossen
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 440 (sequence 8)
- Language
- German
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440 Die Diinnor’schen Talmudglossen. fallendes gefunden haben mag, wissen wir nicht; auch haben wir nicht den Eindruck empfangen, dass die sich daran knüpfende Discussion von AbajL herrühre, es müsste denn sein, dass die ganze Stelle בנשימה אחת gelesen werden müsste. Was wäre übrigens mit der Annahme des־ Verfassers, selbst wenn sie richtig wäre, für das Verständniss der Hahicha gewonnen? Liegt denn sonst keine Schwierigkeit vor? Uns will die Stelle keineswegs so einfach wie dein Verfasser erscheinen. Wir würden, unabhängig von der Erklärung der Gemara, Abajis Ausspruch vielmehr dahin auffassen, dass eine Frau zwar durch den Erlass eines ihr bereits gewährten Darlehens nicht gewonnen werden könne, dass sie aber wohl בהנאת מלוה, d. h. durch den bei der Bewilligung des Darlehens ihr erwiesenen Gofallen und durch die gleichzeitige Erklärung מקודשת TN הדי gewonnen werden könne. Doch sei letzteres .מפגי הערמת רביד nicht gestattet. Vielleicht war ursprünglich der Eiuwand gemacht worden, dass im letzteren Falle nicht so wohl הערמת רבית als vielmehr רביי־י. ייעלייתא vorliege, worauf dann die Auskunft דארוח־־ז לה זמגא ertheilt worden ist. Doch wollen wir auf das Detail dieser Frage, die uns zu weit führen würde, nicht eingehom Jedenfalls ist so viel klar, dass das Verstämlniss der Stelle höchstens erschwert wird durch den Versuch nicht nur den Ausspruch, sondern auch Frage und Antwort Abaji zuzuschieben. לשון וסיגגון דמימרא spielt auch in einer Remerkung (fbl. 2b b) zu einem Ausspruch Kubas (a. a; O.) eine Rolle, woselbst der Verfasser nachweisen will, dass Uaba nicht im eigenen Namen rede,, sondern mir Ilalachot einer Baraita referire. Er sagt wörtlich הלכות אלו שגאמרו בשם יבא כאן תמוהות הן מאור. Man thäte jedoch den seichten Fragen des Vorfassers, die man a. a. O. naehlescn י wolle,' zu viel Ehre, an, wenn man sie auch nur als פלפול של הבל bezeichnen wollten Denn es ist jedermann klar, dass der Kimvurf, den Rahn selber gegen Rab Luna (Kidd. ab) erhebt: 'וד pr חדא דשלש לא תגן, auf die von Raba hier (öb) aufgezählten Speeinlfätle, die nliesanm.it selbstverständlich unter die Kategorie von כסף fallen, gar nicht zutrifft. Ganz dasselbe gilt von der andern Frage: דהא ממשמעות דברי ב״ש וב״ה במשגתגו יוצא להדיא דצריך ליתן האיש להאשה דינר או פרומה. — F. 34 a findet sich eine längere Auseinandersetzung zu Kiddusehin lf>b. Der Verfasser wiederholt hier nur die Behauptungen, aus Geigers Urschrift 187, ohne diesen auch nur zu erwähnen und ohne auf die Einwände Pineles’ (דרכה של תירה, S. 177) Rücksicht zu nehmen.