Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Dünnerschen Talmudglossen
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 438 (sequence 6)
- Language
- German
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438 Die Pünner’sclien Talmudglossen. Differenz zwischen beiden Texten nicht, einmal ahnt, setzt er seinem Rattenkönig von Irrthümern and Missverständnissen die Krone auf, indem er in den Worten! או שלא בהב לו איגד אלא על אחה מהן דכי die Meinung;* ausgesprochen finden will, «lass alle drei Ding(‘, nämlich: חזקה כסף ושטר erforderlich seien. Sehr scharfsinnig wird bemerkt הרי(!) דהגא זו אף זו לא לבד אם לא גחן לי רק רכזי אחה אלא אפילו~אםיכהב לי עליה אינו והייני־ גס איגי(!!) ראי כוינהי אוני בלא כסף מאי קיי״ל אי כסף לבר אינו קונה ודאי ובמבש״ס ארגו לבר איני קונה. Demnach heisst אי שלא כהב לי אוגי אלא על אהה מרין so viel wie גס איגי! Das Resultat dieser ge lehrten Forschungen wird zusammengefasst mit den Worten וייצא לגי סכל זה ריין רמשגהני ישן היא במאה מאר דהא כבר פליגי הגאים בפירושה. Sie haben sieh ailcsanmit wohl kaum träumen lassen, dass ihnen je so etwas nnchgesagt werden würde. Was die Quelle bctriüt, aus der man die drei verschiedenen Erwerbungsarteil ableitete, so meint Dünner, dass .ביאה באשד als Quelle diente für חזקה בקרקע. Natürlich, was liegt näher als das? — Zur Mischuah 2ha wird f. 09d mit Bezugnahme auf die im Namen R. Jeltuda’s mitgctheilie Erklärung* bemerkt, dass in den Tagen R. J.’s auch die Erklärung* einfacher Misehmijot nicht allgemein geläufig war. Wir wissen nicht, was der Verfasser mit dieser Bemerkung■ sagen! will, Die Erklärung musste doch gegeben werden, und dieselbe wird im Namen R« J/s angeführt. Will der Verfasser etwa hehaupten, dass man vor R. 3. die Mi sch nah nicht verstanden halbe? Uebrigens ergeht es hier dem Verfasser wie einem Menschen, der sieh aufs Errathen verlegt und dabei gewöhn- ..eh fehlgreift. Das Beispiel ist schlecht gewühlt, und dem Verfasser ist es entgangen, dass es in der Mi sehn ah des Jcr. und ebenso in der Tosifta gerade umgekehrt heisst: בל מצווה האב על הבן אגשיס הייבין ומכיס פטוריה יכל מצירה הבן על האב אחר אגשים ואחד גשיס הייבין. Zun! Schluss noch einige kleinere Bemerkungen zur Gcmara. Folio 28l> macht der Verfasser auf ש־גי דבריס גפ ל א י ם aufmerksam. Eines dieser wunderbaren Dinge ist, dass im babylonischen Talmnd die Deutung R. Ismael’s, der כסף durch, ק׳״ו von שפחה בגעגיה, und diejenige R, Akiha/s, der dasselbe vom iächriftvors ואס אחרה וכי׳ ableitet (Meehiltha Anfang משפטים), sieh nicht findet. Dergleichen דברים נפלאים findet man auf jeder Seite des Talmud. Es is; eine männigiieh bekannte Thatsache, dass Deutungen im Talmud oft von denen in den halachischcn Midraschim verschieden sind 1), und gerade an unserer Stelle fehlt es den! Talmud 9 So findet sich, um ein naheliegendes Beispiel zu erwähnen, die oben