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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 10 · p. Seite 437

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 10
Article
Die Dünnerschen Talmudglossen
Date
1898-01-01
Page
Seite 437 (sequence 5)
Language
German
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Die IHimuM'suhen Talmud^Lossen. 437 Bnraita ein {•׳im/, anderer wird, denn nach dom Text 2*21 der Tosiftai und im Jorusch. .sind die Worte אבל לא :חן לו אלא דמי. אהיז מחן keineswegs eine nähere Bedingung für חזקה, sondern führen den Gegonsntz ein und tliun dar, in wintern כסף und שסר der Erwerbung durch הזק ה naclistehen. Hingegen enthalten 11aeh ]Saldi die Worte בד״א ובו die nähere Ke- Stimmung, dass die frühere Aussage hinsichtlich כיון) חזקה שהחזיק באהח מחן ההדק בכולן) nur dann gelte, wenn der Käufer auch den Kaufpreis für sümmtliche erworbene Grundstück(‘׳ erlogt, wodurch die Schwierigkeit entsteht, in wiefern dann חזקה einen Vorzug vor כסף habe. Es bestellt demnach kein Zweifel, dass die Karaita in Kubli uns nicht mehr in ihrer ursprünglichen Fassung vorliegt, ohne dass wir uns näher־ aut die Möglichkeiten einzulasseu brauchen, durch welche Zwischenfälle der Text, so wie er uns vorlieg{;, gestaltet worden sein mag. Wir kehren nun zu Herrn Dünner zurück. An sieh bieten die bereits erwähnten Ansichten der Amoraini keim'■ Schwierigkeiten, sie schränken bloss die Ke,stimmungen dar Mischnah tlieil weise ein. Dass man über die Frklärung des Wortlautes der Miselmah jemals verschiedener Ansicht gewesen, wird .Niemandem (Unfällen zu behaupten. Dieses Ergobniss ist für Herrn Dünner viel zu einfach. Er muss natürlich etwas ganz Besonderes uusf’ühren. Er findet, dass nicht bloss die Amoraim, sondern auch die Tamuiim hinsichtlich der i n d er Mi s eh 11al 1 er wähnte 11 Hai acln 1 vers chic de n er A u ffa ss ung gewesen seien; demnach hätten Einig(‘, erklärt: :כסיס שיש לחם אהריוח גקגים בכסף ובשטר ובחזקה, das soll heissen, dass in jedem Falle alle drei Enverbungsarten unumgänglich erforderlich seien. Beweis: in dev Tosifta Baba l>. II, 13 heisst es: אכזר יו חצר ובל מה שיש בחובה א:י מוכר לך ביון שכרב שטר וקבל סעוח והחזיק ובו׳ קנה בולן woraus gefolgert wird הדי (!) רבעי כחיבח השבר וקבלת המעוח והחזיק. Was es zu bedeuten hat, wenn der 1 i 1*3*1* Verfasser הרי sagt, wissen wir bereits. Uns näher auf die Beweiskraft dieses Schlusses oinzidassen , haben wir keinen. Anlass, denn mit demselben Rechte könnte Jemand behaupten: על וגדר ופרץ כל שהוא הרי זה חזקה: besage, dass zur חזקה alle drei genannten Vorgänge erforderlich seien. Einen zweiten Boweis für seine Auffassung will der Verfasser in der bereits erwähnten Baraita finden. Er schlicsst aus derselben, dass ausser der חזקה auch noch בסף erforderlich sei. Und zwar citirt er die Baraita nach dom Wortlaut des Jer., fasst sie aber so auf, wie sie nach dem Wortlaut des Bald! verstanden werden muss. Abgesehen nun davon, dass er die gewaltige

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