Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Die Dünnerschen Talmudglossen
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 392 (sequence 8)
- Language
- German
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Die? Dünnor’schen Talinudgiosseii, b<j2 zu erwähnen gewesen. I>aw aber konnte darum nicht geschellen, weil die Haraita dem Puibli nicht vollständig vorla״\ wie aus Kidduschin. 20a ersichtlich ist, und weil die Deutung des Dreifachen יגאלגו im Babli, Kidduschin 21, anonym vorgeführt wird. Wie sich aus der letzten Stelle ergibt, war es auch nicht mehr bekannt, in welchem Zusammenhänge diese Deutung ursprünglich gegeben worden war, weshalb dieselbe denn auch a. a. 0. verschieden erklärt wird 1). Wir kirn non uns demnach denken,־ dass der Kern, an welchen sieb die IXseussiou ansehloss, ursprünglich etwa wie folgt gelautet haben wird: ע״ע גקגה בכסף מגלן אסר קרא >פיכסף מקגתו ובר׳ אשכחן ע* ע חי-מבר לגברי ונו׳ גמבר לישראל מגלן יליף שכיר שכיר הגיחא למאן דיליף שכיר שכיר דבי,. In dem uns vorliegenden Texte ist jedoch die Diskussion oomplicirter, und bei der p Ks ist lehrreich Kradün Büa zu vergleichen, wo auf die Frage, woher wir wissen, dass das Lösegeld für שדה אחוזה insiner zum Vortheil des Vorkaufers berechnet werde, die Antwort erfolgt: דו.מ- גאולה גאולה מעבד עבדי והחם מגלן דתניא ונו'. Es wird nun die Baraita citirt, die wir bereits kennen bis ת״ר שביר שביר לג״ש. Hier gerade au der entscheidenden .Stelle bricht die Bnruita ab. Denn hier sollte der Ausspruch Uabbi’s folgen, wuleher aus den! dreifachen יגאלנו ableüet. dass für שדה אחיזה und ע״ע הנמכר לישראל dieselben Bestimmungen gelten, wie für ע״ע .הנמכר לגברי. ln Ermangelung dieser L>cut.uug musste man zu der Wortanalogie גאולה גאולה, die unseres Wissens im iSifra sich nicht findet, ZuÜuoht nehmen. Kadi der angeführten Steile in Erachin dürfte vielleicht auch Ividdusehin 20b zu erklären sein: בעא מיניה די הונא בר היננא מרב ששת עבד עברי הנמכר לנברי נגאל לחצאי; או אינו גגאל לחצאץ גאולתו גאודר״ו משדר. אחוזה גמר ם ה שדה .אחוזה אינו נגאל לחצאין אף האי נמי אינו נגאל דחצאץ או דלמא לקרא אמרינן לחומרא לא אמדינן. Die* Erklärung Kaschibs, wonach die letzten Worte bedeuten würden, vielleicht sei eine theilwei.se Auslösung nur gültig, wenn sie zu Gunsten des Knechtes stattfinde, nicht aber, wenn eine solche zu seinen Ungunsten ausschlage, wird anי die Band gegeben durch die Bemerkung Abaji's את״ל נגאל לחצאין משכחת לה לקולא ולהומרא. Es ist jedoch fraglich, oh dies als die richtige Erklärung für die Worte R. Jluna’s, der die Frage schlechthin aulwirft ע״ע נגאל דהצאין או אינו נגאל רחצאין zu betrachten sei. Die Worte או דרמא לקולא אמייגן דחזמרא יא אמרינן können doch in keinem Falle einen Gommentar bilden für den Ausdruck!אינו נגאל לחצאי, weicher die theilweise Auslösung gänzlich aussehiiesst. Was nach der Erklärung Raschi's hier אינו נגאל רהצאין bedeuten würde, wird, später von Abaji geradezu נגאל להצאין genannt. Mit einem Worte, die Frage müsste eigentlich lauten: נגאל לחצאי; בין לקולא בין לחומרא או דדמא לקרא אמרינן לחומרא לא אכור׳יגן. Demnach dürften die Worte לקולא אמרינן לחוסרא לא אבורינן eher bedeuten: die Wortanalogie von גאולה גאלה lassen wir bloss gelten zur Erleichterung, wie z. B. um die Begünstigung, die wir bei ע״ע finden, zu übertragen auf שדה אחוזה. nicht aber um die Erschwerung, die wir bei יבדה אחוזה linden. אינו נגאל להצאין, zu übertragen auf ע״ע. Die Bemerkung Abaji's ist erst eine spätere Consequenz auf Grund dieser Aeusseruug E. Hunas und weist nach, dass אינו נגאל דחצאין nicht schlechtweg eine Erschwerung für don Knecht ist. wie es in der That auf den ersten Blick scheinen möchte, sondern dass die Massrege! zuweilen auch zu seinem Vortheile ausschlligt