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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 8 · p. Seite 357

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 8
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1898-01-01
Page
Seite 357 (sequence 13)
Language
German
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Die Keligionsphiloöopbie Abraham Ihn Esra’s. 357 also die Sphäre des über der Sinnlichkeit stehenden Gedankens (מחשבה), die Idee Israels als des ]Repräsentanten des Mikrokosinus, dar und heissen deshalb ״Steine der Erinnerung“ (אבגי זכרון). Die .achte Sphäre wiederum mit ihren sichtbaren zwölf Sternbildern, unter denen vier Punkte je eine!Reihe beginnen, nämlich Widder, Krebs, Wage und Steinboek, wird durch den viereckigen Brustschihl (דרסן) mit den 12 auch dem angekleideten Priester sichtbaren und verschiedenen Edelsteinen dargestellt. Der elfte unter den eingelegten Steinen, ein Seholuim-Stoin, war für den Namen Joseph bestimmt (nach der S. 356 angegebenen ]Reihenfolge), wie für ganz Israel auf den Schultern Sehohumstoine wiueiu ״Joseph“ ist ja bei den Propheten oft für ganz. Israel gesetzt י) Im Innern des Brustschildes befanden sieh zweierlei Dingt‘. א) diu LJrim (Leuchten), bestellend aus Gold und Silber, um Sonne und Mond vorzustellen; ב) Die Tumniim (vollständigen), der unveränderlichen Kugelzahl fünf wegen so genannt, also fünf Bilder der fünf Planeten, welche zusammen mit Sonne und Mond die sieben unterhalb des FixsterncnhimmoU betindliehen Sphären inne haben: -Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn‘־). Das Urtl1e.il (משפט), welches die Urim und deren Zu Lehör eingahen, woher auch der Naim4 2) דרסן משפט. Mos. 28, 15) stammt, ist eig. das Urtheil der sichtbaren Fixsterne und Planeten, die, der IIPr. vermittelst seiner darauf bcziigliehen Ornatstücke prüfte und danach die Entscheidung traf. Die enge Zusammengehörigkeit der durch das Efod auf den Schultern dargestellten Idealsphäre oder neunten Sphäre 1121d der am Brustschild sichtbaren acht anderen Sphären fand ihren Ausdruck in den Worten dm’ Schrift 2) ולא זי[ח החשן. Mos. 28, 28), das dem Zusammenhänge nach (מטעם) gleich ist ולא יסדר. So im kürz. Comm. Ferner sind die senkrecht auf den Gürtel (חשב) mündenden zwei Schulterstücke des Efod (בחפות J) IE sagt, dies nicht ausdrücklich, meint es aber vielleicht Möglich auch, dass ihm das elfte Sternbild Wassermann, als das Sternbild Israels, gleichfalls vorgesehwehfc hat (ob. 8. 307). '־) Uebor diu einzelnen Metalle xu diesen מ Darstellungen spricht IE nieht näher; er bemerkt nur, sie seien nicht von Gold u. Silber wie die Urim. Uebrigens galten Gold und Silber allgem. als die Metalle der Sonne und resp. des Mondes; s. Dieterioi, Mikrokosmus, S. 18. 20 und Natur- Anschauung, S. 127. Bei den Babyloniern war Gold Metall des Bel (Sonne), Silber der Beltis (Momlgöttin), Kupfer der Mylitta (Venus), Eisen des Norgal (Mars), Blei war dom phönicischen Melkart oder syr. Moloch (Saturn) geweiht.

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