Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 356 (sequence 12)
- Language
- German
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356 Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra'n, Die oben S. 354 genutzten Worte 3E\s zu Estin 3, 7 lauten in Bezug auf die Loose Hanums: ואחרים אמרי בעבור הביר העליונים במזל גרי שהוא שגים עשר למזל דלי שהוא מזל ישראל. Steinbock ist nämlich der ,,,Fall4 oder die ,,Erniedrigung“ des Jupiter (ob S. 347/8), was sein Zusammentreffen mit Saturn in dessen ,,Haus“ ihm nur mü so empfindlicher macht, weshalb diese für Israel entscheidende (ן הסי unetion besonders schädliehe Wirkungen auf Israel dem Haman versprach. b. Astrologisch erklärte Vorkehrungen und Institu turnen Israels. Die Astrologie stellt so im Vordergründe der Anschauungen IK’s, dass er sieh eine Reihe biblischer Vorschriften mit derselben in Verbindung denkt und daraus erklärt. a) Lu erster Reihe ist der Ornat des Holiepriesters in seinen wichtigsten Bestandthcilen zu nennen, wie ihn die h. Sehr. 2. Mos. 28, () ff. vorschreibt. IE hat in hehlen Coinm. zu 2. jMos. 28, f> und in Jos. mor. IX, g. E. das Ephod und Zubehör als Instrument zur Stellung des Horoskops beschrieben. Nach dieser Auffassung wäre der Hohepriester Astrohig, während der Prophet durch Inspiration im Zustande, der Ekstase weissagte. Das Nähere spricht IE nach seiner Art mir kurz und amleutend aus. Folgendes scheint das Wesentliche und Richtige zu sein Der (Hirtel des Ephod (חשב האפוד) ist, seinem hebräischen Namen חשב nach, der nur gedachte (במחשבה) Aequator dm• die sinnliche Welt umschliesscnden Sphäre, also der Aoquator der neunten stenumlosen Sphäre (S. 244), durch welchen die ebenfalls nur ä 30° gedachten (1<*bietc der als Erscheinung in der achten Sphäre vorhandenen, an Umfang nicht ebenso gleichen 12 Sternbilder in sechs nördliche und sechs südlich(*■ gctheilt worden. Dieselben werden durch die je, sechs Namen der Stämme Israels auf den zwei Schohauisteinen der beiden Schultern dargestellt Die Ordnung der Namen ist nach dem kurzem Oommentar S. 89, Z. 9 f.: 1) Kuben, 2) Simon, 8) Lewi. 4) Juda, 5) Dan, (>) Naphtali auf dom einen Steine, und 7) Gud, S) Ascher, 9) issacliar, 10) .Selmhm, 11) Joseph, 12) .Benjamin, Wie in der neunten Sphäre die nur gedachten Sternbilder unsichtbar sind, so sind für den angekleidetcm Priester es auch die Stammesnamen auf seinen Sehulterstoinen, wie denn auch die Schohauiäteiuc weiss, also unterschiedslos sind, wie die neunte Sphäre ohne Stern und ohne Bild. Die Schultersteine stellen