Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Über zwei dogmengeschichtliche Mischnastellen
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 340 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2829132-2829713-2829722-2881398--28722-2881417- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
:540 lieber zwei dogmongeschichfliohö Mischuastollon. mUtisdum Charakter hatte, wie wir aus Phil«► wissen. die allegorisdm SchriiUuisleguiig־ schon bei den Alexandrinern unbenommen und zur Uebertretun«׳* der wichtigsten R<.‘li<gi<)11sg-osetze!geführt 1). Dieser durch den Alexandriiiismus ausgebildeten allegorischen SchritVaiisle^’ung; hat, wohl auch das riiristentlmm sich bedient, als es, den Standpunkt des früheren »1 iidenehrmtontlmms verlassend, mehr und mehr darauf ausging;. den Kreis seiner Hekeinier durch eine l*ekehning der Heiden zu erweitern. Die, Verkündiger der neuen Leltre konnten darüber nicht: im Zweifel sein, dass sie dieses Ziel nimmermehr erreichen würden, wenn sie, an der Verbindlichkeit der mosaischen < Ieset/.gvbillig* festhaltend, deren praktische l>ethätig*ung1‘• ־^s unerlässliche Beding-tiug* für di«‘ Aufnahme in ihre, (יe1u«*inschaft forderten. Ebensowenig* aber konnte, ohne, es zu einem gewaltsamen Bruch mit der Verbanden heit kommen zu lassen, die Autorität der כוונה השב על לה אלא הוא גלשי: דיעגין אהל והנגלה אינו נרד כגון שיאכל' שאין כוגה ההורה שדא יא:־־ הזי־־ כי אין באבידיזו איסור וכזה שאבר בחורה הדיל הוא :לש:1 שרא יהיו מדוד״־יו מגונות ומרוביבות. An einer Stelle des Misclnie Thora, die sieh aber in unserem Text nicht findet, hat. Maimonidos. wie ,loset' b. Aknin mittheih, mit Bezug auf die christliche Alb gorisiruug clor biblisch«»» Gebote den Ausspruch «xothan: המגרד. פגיס בר״וי־יה והמוציא דברי מצות מפשסן הרי זה בדאי רשע ואפיקורוס (Vgl. Xeubauer in Graetz Monatsschrift, 1870, S.;MS). Ebenso sagt er in einem Gutachten von der christlichen Schriftauslegiing (Kobex, ed. Leipzig, Nr. öS): אך ■לפעמים יגלו פניס .בהורה שאינם כהרבה י) Philo De migratione Abrahami (LNiilonis A lexandrisii opora edd. Golm et Wendhuid, ed. minor. 11, pag -77). ln der . 1 (׳)•'•'schon Deberset/uiig (Blicke I. S. 211) laufet die Stella: ,.Demi es giobt Beute, welelie, weil sie den Wertausdruck der Gesetzt* für ein Symbol geistiger Gegenstände halten, sich auf die Deutung׳ dieser vurzügbeh legen, jene aber geling schilt/,ein!eh mochte ihnen Beiehtsimi zur hast logen, denn man muss sich um beides kümmern, sowohl um die genauere Imtersuelumg dessen, was vorborgen ist, als auch um eino treue Beobachtung dessen, was offen vorliegt. Sie nun aber betragen .sieh, als lebten sie allein in einer M'üste, oder als wart1» sie körperlose Seiden und wüssten von keiner Stadt, keinem Dorfe keinem Hause oder überhaupt von keinem Umgänge mit Menschen, setzen sich über alles hinweg, was der Mehrheit wohlgefällig ist und suchen die reine Wahrheit, wie sie an sieh ist, zu erstreben. ' Dergleichen Männer nun lehn die heilige Schrift, den guten Ruf nicht zu gering zu achten und nichts von den Gebräuchen aufzulieben, die heilige und grossere Männer festgesetzt, haben, als jetzt, unter uns sind. So wollen wir also nicht etwa die gesetzlichen Gebräuche des .Sabbat aufhehen. im Bande arbeiten, Klagen anstelle», liecht spreche». Geliehenes zurüekfordoru oder etwas Anderes thun, was an anderen, nicht festlichen, Zeiten vcrsutt.et ist, weil wir etwa wissen, dass dio Siebenzahl uns die schöpferische Kraft, des Unorzougttm und die natürliche Unthiitigkeit alles Erzeugten lehren .sollte. Auch wollen wir keineswegs die jährliche» festlichen Zusammenkünfte abstellen, weil sie Bild geistiger Freude und Dankes gegen Gott sind.“