Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Über zwei dogmengeschichtliche Mischnastellen
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 339 (sequence 3)
- Language
- German
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Ueber zwei dogmengcschiehlliehe Misclmastelleu.;m Selbstverständlich handelt cs sielt hier, mich im Sinne der talmudisehen (Quelle, mir um eine geschichtliche Fiction. Ks soll eine Zeiterschohumg chamotorisiert werden, als deren Träger eben Maiutsse, der Sohn lliskija’s, bezeichnet wird, weil dieser als eine Persönlichkeit gilt, die auf die Entwiche- 11mg־ des Judentluiins einen besonders verhängnissvollen Ein- Huss ausgeübt habe1). Dem Mitnasse ben Uäskia wird nun die frage in den -Mund gelegt, ob denn .Mose in der Thora nichts Wichtigeres habe mitzutheilen gehabt, als dass Ruhen zur Zeit der Weizenernte auf das Feld gegangen sei und dort Dudaim gefunden habe, (»der dass die Schwester Lotans Thinnm ge׳wesen sei־). Aber es wird ihm nicht nur zum "Vorwurf gemacht, dass er solch(‘ Fragen aufgeworfen habe, sondern dass er den betreffenden Hiheistellen eine anstössige Deutung gegeben habe. Ich denke mir nun die■ Sache tolgenderinassen. Von solchen Schriitstellen, wieder! beiden angeführten, ausgehend, hat die Schriftauslegung, die hier gekennzeichnet werden soll, den Nachweis zu führen gesucht, dass man bei dem einfachen Wortsiim der Schrift überhaupt nicht stehen bleiben dürfe. Die Mittheilung so unbedeutender Dinge, wie sie der Wortsinu jener Stellen ergiebt, würde mit der Dignität der Schrift, unvereinbar nein; es müssen daher diese Stollen einer Findeutmig unterzogen werden, durch die ihnen ein tieferer Sinn abgewonnen wird. Dieses Verfahren muss aber he! der .Schriftanslegmig auch sonst angewandt werden, auch bei der Auslegung, des gesetzlichen Theiles der Schrift, der nicht seinem Wort.sinn nach, sondern in einem tieferen, allegorischen Sinne zu verstehen sei. Diese Art der Sehriftau,slegung nun bezeichnet die Mischna mit den Worten: כלגלה פגיס בהורה שלא בהלכה sie wolle den inneren Sinn der Schrift enthüllen in einer Weise, die der traditioncllen Auslegung widerstreitet:1). Einen solchen antino- נ) So wird ja auch in der Mischna Öanhedr. X, 2 Mannsse neben Jerobe am und Ahab zu den drei Königen gezahlt, die keinen Antheil an der zukünftigen Welt haben. ,J) Krwogen wird die Krage mit. Bezug auf Genes. 30, 22 auch im Midrasch, aber selbstverständlich nicht, ohne dass oino dom veligiason BowusHtsuin zusagende Antwort ertlndlt wird. Midrasch Uabh. Genes. Soct. 82. תגי רב ׳במעון בן יוחאי למה ד; רידרע ורוכז."־ ותמנע היתד. שדגש לארישז להודיעך גדולתו עי ביתו שר אבדהש אבינו עי היכן היו מ״כיות ושלטונות רוציש להדבק בן. Kino allegorische Deutung von Kliphas und Thimna findet sieh bei Piiilo, De oongressu quaorendae oruditionis S, S. 11. 12. ף So wird unsere Mischnastclle auch schon von Mein in seinem Abotkommontar erklärt, er sagt; .המגלה פניה בהודה שמכחיש הנגלה גון המצור. ואמר שיא היתד 00*